Wenn Haushaltsgegenstände rebellieren und Amazon und Co. lahmlegen…

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Letzten Freitag, den 21.10.2016, waren Amazon, Twitter, PayPal oder Netflix nur schwer oder gar nicht mehr erreichbar. Warum dies geschehen konnte, erklärt das Bundesministerium für Sicherheit in der Informationstechnik drei Tage darauf. Demnach sei eine DDoS Attacke auf den Internetdienstleister ‚Dyn‘ schuld gewesen am Nichtverfügbarsein der genannten Seiten.

Bei einer DDoS Attacke greifen meist mehrere Computer einen Dienst an, der in dieser Folge die vielen eingehenden Anfragen nicht mehr bearbeiten kann. Die angreifenden Computer sind häufig mit versteckten Viren infiziert, sodass der Besitzer sich nicht einmal bewusst ist, an so einem DDoS Angriff beteiligt zu sein. Bei der Attacke vergangenen Freitag trat zusätzlich die Besonderheit auf, dass nicht mehrere Computer, sondern Haushaltsgeräte (!) involviert waren. Internetfähige Haushaltsgeräte haben fremdgesteuert bei der DDoS Attacke mitgewirkt. Aufgrund der hohen Anzahl an eingehenden Anfragen (Computer UND Haushaltsgeräte), war es selbst für so einen großen Dienstleister wie ‚Dyn‘ unmöglich, dem Schaden vollständig zu entgehen.

Um zu verhindern, unbemerkt selbst bei einer solchen DDoS Attacke mitzuwirken wird Nutzern geraten, ihren Router und die verbundenen Geräte ausreichend zu schützen. Am einfachsten funktioniert dies, indem UPnP Funktion am Router selbst deaktiviert wird und der Computer durch Anti-Schadsoftware geschützt wird. Bei Unsicherheit empfiehlt es sich außerdem, sich Rat von einem IT-Experten einzuholen und die individuelle Sicherheit prüfen zu lassen. Daten sollten desweiteren nur verschlüsselt übertragen werden.

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