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Momentan sorgt auf Facebook das Foto eines verdreckten Strandes für mächtig Diskussionsstoff. Doch dieses Bild wurde aus seinem Zusammenhang gerissen.

Gezeigt werden junge Menschen in Strandbekleidung, die inmitten von Dosen, Plastiktüten und anderem Müll stehen.

Informationen zu diesem Bild beschränken sich auf folgende Titulierungen:

“Hunde sind an diesem Strand verboten, weil sie angeblich zu schmutzig sind…” oder kurz und knackig auf Englisch “No Dogs Allowed” – so, oder so ähnlich lauten die Begleittexte dieses Bildes und lassen die Nutzer im Glauben, dass es sich bei diesem Strand um einen Dauerzustand handle.


screenshot Facebook

Geht es hier wirklich um Behördenwillkür?

So nach dem Motto: Ein Hund darf hier nicht an den Strand, aber der Mensch hat das Recht diesen zu verwüsten? Machen wir den Bildercheck!

Alrumbo – Festival Chiclana

Das Foto stammt aus dem Jahre 2015. Zu sehen ist es auf der spanischen Webseite “La Voz Del Sur” (zu Deutsch: “Südliche Stimme” bzw. “die Stimme des Südens”), einem digitalen Tagebuch von Jerez de la Frontera (Cádiz).

Es handelt sich hierbei um einen Strandabschnitt in Chiclana de la Frontera (Spanien), wo alljährlich das Alrumbo Festival stattfindet.

Die Party spült rund 10 Millionen Euro in die Kassen und etwa 150.000 Menschen feiern ein Wochenende lang.

Laut der “La Voz Del Sur” bereinigen freiwillige Helfer nach den Feierlichkeiten den Strand recht rasch und 15 Kehrmaschinen kommen zum Einsatz, um die Örtlichkeiten so gut es geht sauber zu halten.

Fazit:

Nein, dieser Strand hat nichts mit Hunden oder Behördenwillkür zu tun. Hier ist ein Bild ohne Nennung seiner Herkuft aus dem Zusammenhang gerissen worden.

Dies entschuldigt natürlich keineswegs, seinen eigenen Dreck in der Natur zu entsorgen!

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