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Wir wurden gefragt, ob es stimmt, dass es in den USA einen Fall gibt, in dem Hundebesitzer ihren Hunden Teile der Stimmbänder entfernen lassen müssen, da sie zu laut bellen und die Nachbarn sich darüber aufregen.

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Dabei soll es sich um eine langjährige Fehde handeln, die nun ein Ende hat – zugunsten der Nachbarn.

Die Besitzer der Hunde sollen nun, nach Urteil des Gerichts, den Hunden Teile der Stimmbänder operativ entfernen lassen.

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Quelle: Facebook Anfragen / Screenshot Mimikama

Bild im Klartext:

Stimmt Das? Wenn ja,wird’s ja immer kranker auf der Welt

USA: Hunden müssen Teile der Stimmbänder entfernt werden, damit sie leiser bellen – SPIEGEL ONLINE

Urteil in den USA: Ein Paar muss seinen Hunden Teile der Stimmbänder entfernen lassen, damit sie nicht mehr so laut bellen. Die Operation ist hoch umstritten.

Doch stimmt das wirklich?

Ja! Leider stimmt das wirklich!

Die Medien stimmen überein. Das Urteil fiel wirklich.



Laut The Washington Post urteilte das Gericht Ende August zugunsten der Nachbarn.

Nun müssen die Hundebesitzer eine Operation, die unter dem Namen “debarking” oder “devocalization” (Stummschaltung vor allem von Hunden durch chirurg. Eingriff an den Stimmbändern) bekannt ist, an den Hunden durchführen lassen.

Die Hintergründe

Die Fehde mit den Nachbarn begann im Jahre 2002. Karen Szwec und John Updegraff fingen an Tibetische Mastiffs in Rouge River, Oregon zu züchten.

Die Nachbarn Debra und Dale Krein, fühlten sich recht bald von dem Gebell der Hunde gestört. Nach ihren Aussagen bellten die Hunde unkontrolliert und für eine lange Zeit, wenn die Angeklagten abwesend waren.

Bereits im Jahre 2004 und 2005 hatte Szwec deshalb Probleme mit der Polizei. Laut Polizeibericht “erlaubte sie zwei ihrer Hunde häufig und für eine lange Zeit zu bellen”.

Das Argument, dass sie einen Bauernhof führe, wurde abgelehnt – sie musste 400 $ bezahlen und sollte die Hunde “stummschalten” lassen oder sie auf ein anderes Gelände versetzen.

2012 klagten die Kreins abermals. Zu diesem Zeitpunkt besaß das Pärchen sechs Hunde – allesamt Tibetanische oder Pyrenäen-Mastiffs.

Szwec und Updegraff argumentieren abermals, dass sie einen Bauernhof zu betreuen haben.

Die Kreins behaupteten, die Hunde würden sie bereits um 5 Uhr morgens wecken.

Im April 2015 wurden die Hundebesitzer auf 238.000 $ Schmerzensgeld verklagt. Richter Timothy Gerking beorderte sie abermals, die Hunde “stummschalten” zu lassen.

Jetzt, im Jahre 2017, urteilten die Richter Joel DeVore, Chris Garret und Bronson James, dass die Angeklagten keinen Bauernhof führen.

OB das “Stummschalten” der Hunde eine angemessene Lösung darstellt, soll nicht Gegenstand der Verhandlung gewesen sein.

Das “Stummschalten” von Hunden ist in sechs Bundesstaaten verboten.

Jeffrey S. Klausner, Chefarzt des Banfield Pet Hospital sagte bereits 2010 zur New York Times:

“Das “Stummschalten” ist keine notwendige Operation. Wir denken, dass es nicht menschlich wäre, Hunde einer solchen Prozedur und den Schmerzen zu unterziehen. Wir denken einfach, dass so etwas nicht durchgeführt werden sollte.”

Ergebnis:

Das Gericht entschied tatsächlich, dass die Hunde von Karen Szwec und John Updegraff “stumm geschaltet” werden sollen.

Die Fehde der beiden Nachbarparteien läuft seit 2002.

Der Fall landete mehrmals vor Gericht.