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Im Juni 2013 haben wir das erste Mal über das Foto berichtet, auf dem man einen Hund erkennen konnte, der von einem Auto hinterher gezogen wurde.

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5 Jahre danach bekommen wir abermals Anfragen zu diesem Thema, da dieses Bild am 1.1.2018 von einer Facebook-Seite aus Italien abermals veröffentlicht – und über 570.000 Mal geteilt wurde.

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Hinweis: Der Inhalt des Statusbeitrags wurde bereits automatisch übersetzt und lautet:

Kommt schon, Leute! Bitte teilt dieses Foto mit Freunden, damit dieser BASTARD gefasst wird!!!! Das Kennzeichen, wie ihr sehen könnt, ist erkennbar!!!! Verbreitet es!!!!!!

Im Original:

Forza ragazzi !Vi prego di condividere questa foto amici : affinché questo BASTARDO venga preso!!!! La targa, come vedete, è visibile !!!! FATE GIRARE!!!!!!

Hierzu gibt es 2 Punkte zu erwähnen!

Punkt 1: Hierbei handelt es sich um einen privaten Fahndungsaufruf. Diese sind VERBOTEN und können strafbar sein. Mit hoher Wahrscheinlichkeit entstehen zumindest zivilrechtliche Ansprüche.

Punkt 2: Der Täter wurde bereits im Jahre 2013 für diese Tat verurteilt! Laut dem Bulgarischem National TV hat das Asenovgradsko Amtsgericht eine 11 monatige Freiheitsstrafe mit drei Jahren auf Bewährung und einer Geldstrafe von 1.000 Lew an Raycho Iwanow (den Täter) verhängt.

Was war 2013 passiert?

Es wurde eine Hetze gestartet, die wahrscheinlich wieder einmal nicht zu stoppen sein wird. Was sich nun im Jahre 2018 bestätigt.

Der Vorfall ereignete sich in Bulgarien und wieder einmal wurden nur Vermutungen angestellt, ohne dass man selbst recherchiert. Und so kommt und kam es dann, dass auf einmal Deutschland mit ins Spiel gebracht wird, denn ein Nutzer meinte auf einmal, dass dieses Kennzeichen aus Paderborn stammen könnte!

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Man erkennt auf dem Kennzeichen die Buchstaben “PB”. Diese stehen jedoch nicht für “Paderborn” sondern für Bezirk Plowdiv in Bulgarien.

Artikel der WebseitePlovdiv24

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Quelle: http://news.plovdiv24.bg/436675.html

Eine weitere Information findet man zu diesem Thema auch auf Facebook vor:

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Aus dem Protokoll des Geschehens:

Am 7.6.2013 sehen Augenzeugen ein Auto, das einen Hund an der Anhängerkupplung angebunden hat und diesen mit rasender Geschwindigkeit hinter dem Auto herzieht. Der Augenzeugin gelingt es, das Auto anzuhalten, der Hund ist in einem lebensbedrohlichen Zustand, er blutet sehr stark, mehr mehrere Frakturen und schlimme Verletzungen. Der Augenzeugin gelingt es nicht, den Hund zu befreien, denn der Fahrer steigt sofort wieder ins Auto ein und fährt weiter – samt angebundenem und hinter dem Auto her schleifenden Hund. Dann macht sie das Foto, das später als Hauptbeweisstück gelten wird.

Am 08.06. hat die regionale Staatsanwaltschaft in Assenovgrad eine Untersuchung eingeleitet. Laut Veröffentlichungen der Presse wurde der Täter, Raycho Ivanov, für kurze Zeit von der regionalen Polizei Assenovgrad festgenommen und danach wieder freigelassen. Auch laut Zeitungsartikel wurde der Hund von den Polizisten in Assenovgrad lebend gefunden und dem Besitzer zurückgegeben, damit er sich um die Gesundheit des Tieres kümmert. Man hat ihm den Hund zurückgegeben, trotz der Tatsache, dass der Gleiche versucht hat das Tier auf besonders grausamer Weise zu töten!

Am 12.06.2013 wurde von der Kreisstaatsanwaltschaft Plovdiv offiziell mitgeteilt, dass die Leiche des Hundes gefunden wurde und das Durchführen eines Gutachtens bevorsteht, welches beweisen soll, woran, wann und wie der Hund gestorben ist.
Am Samstag, den 15.6 fand in Assenovgrad (eine naheliegende Stadt) die Verhandlung darüber, ob der Täter, Raicho Ivanov, auf Bewährung bis zum Prozess entlassen wird, oder ob er bis zum Prozess weiterhin hinter Gitter bleiben soll. Die Richterin sagte die Bewährung ab.

Laut dem Bulgarischem National TV hat das Asenovgradsko Amtsgericht eine 11 monatige Freiheitsstrafe mit drei Jahren auf Bewährung und einer Geldstrafe von 1.000 Lew (ca. 500€) an Raycho Iwanow verhängt.

Dieses Foto taucht seit 12.02.2014 auf FB wieder auf. Oft als private Fahndungsfoto, was aber strafbar ist.
(• Nur Strafverfolgungsbehörden dürfen nach Personen öffentlich fahnden •Wer Persönlichkeitsrechte Dritter verletzt, muss mit teuren Abmahnungen, Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen rechnen und erfüllt u.U. Straftatbestände. )

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