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Eine Information vom BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik)

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Seit 2001 wird am 24. Juli jährlich der „Tag der virtuellen Liebe“ begangen – ein Tag für alle Paare, die sich über eine Online-Partnervermittlung kennengelernt haben. Dating-Portale erfreuen sich steigender Beliebtheit. Ein Drittel der deutschen Bevölkerung ist bei mehreren Diensten registriert, so die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (BITKOM).

Wer sich dazu entschließt, im Cyber-Raum nach einem Partner zu suchen, sollte sein Augenmerk auch auf die IT-Sicherheit richten. Denn überall, wo Menschen persönliche Informationen im Internet veröffentlichen, besteht das Risiko, dass Cyber-Kriminelle diese Daten stehlen und für ihre kriminellen Zwecke nutzen. Eine technisch gut abgesicherte IT bietet dabei einen grundlegenden Schutz. Aber auch das eigene Verhalten kann die IT-Sicherheit beim Online-Dating erhöhen.

Online-Profile trennen, Daten schützen

Die Infografik enthält fünf Tipps zur Digitalen Sicherheit beim Online-Dating: 1. Sichere Datenübertragung und Nutzungsbedingungen prüfen 2. Sicherheitsupdates für alle Geräte beachten 3. Sicheres Passwort verwenden 4. Digitale Identitäten trennen

Infografik Digitale Sicherheit beim Online-Dating Quelle: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Seien Sie grundsätzlich sparsam mit persönlichen Daten wie Telefonnummer, Messenger-Kontakten oder Anschrift. Für viele Varianten des Online-Betrugs genügen der vollständige Name und das Geburtsdatum, um Ihre Identität für einen betrügerischen Zweck zu verwenden. Deshalb sollten Sie sich ein Alias-Profil mit einem neuen E-Mail-Account und einem Nutzernamen anlegen, die Sie bei keinem anderen Online-Dienst verwenden. Dadurch vermeiden Sie, dass bereits durch eine einfache Internet-Recherche weitere Informationen zu Ihrer Person gefunden werden können. Aus demselben Grund sollten Sie sich auch nicht über Ihr Social-Media-Profil auf Plattformen anmelden. Beim Online-Dating gilt besonders: Schützen Sie Ihr Profil mit einem sicheren Passwort.

IT-Sicherheit der Online-Dienste prüfen

Bevor Sie sich für ein Dating-Portal entscheiden, sollten Sie sich von der Seriosität des Anbieters überzeugen. Wie bei Online-Shops ist es ratsam, vor der Anmeldung auf eine verschlüsselte Datenübertragung, vor allem bei Bezahlvorgängen, zu achten und Informationen wie Impressum, Kontaktangaben, Hinweise zur Datennutzung sowie Prüf- und Gütesiegel vorab zu prüfen.

Geräte und Anwendungen immer aktuell halten

Ein möglichst sicheres System ist eine wichtige Grundlage für die IT-Sicherheit beim Online-Dating. Halten Sie deswegen Browser, Betriebssystem und genutzte Dating-Apps stets auf dem aktuellsten Stand. Führen Sie neue Sicherheitsupdates unverzüglich durch. Die mobilen Apps der Dating-Plattformen für Tablet oder Smartphone sollten Sie ausschließlich von den offiziellen App-Stores laden und aktualisieren.

Chatten Sie mit gesundem Menschenverstand

Welche Gefahren drohen beim Online-Dating? Sie könnten beispielsweise Opfer eines Social Engineering-Angriffs werden. Trickbetrüger legen dafür beispielsweise falsche Profile an, um mit ihren Opfern ins Gespräch zu kommen, Vertrauen aufzubauen und ihnen persönliche Informationen zu entlocken. Je nach Umfang der erbeuteten Informationen können die Betrüger dann Ihre Identität rekonstruieren und beispielsweise Ihre Online-Konten bei anderen Anbietern kapern. So fragen die Betrüger etwa im Chat nach dem Mädchennamen der Mutter oder dem Namen des ersten Haustiers – also nach Informationen, die manchmal dazu dienen, das Zurücksetzen eines Passwortes zu bestätigen. Nach wenigen Klicks können Cyber-Kriminelle so an hinterlegte Konto- oder Kreditkartendaten gelangen.

Ein weiteres Risiko sind Phishing-Fallen oder Schadsoftware-Infektionen. Dabei verteilen Internet-Kriminelle in Chats oder auch per E-Mail Links, die auf gefälschte Webseiten führen oder Schadsoftware verbreiten. Klicken Sie auf diesen Link, infizieren Sie Ihren PC mit der Schadsoftware, oder Sie gelangen auf eine Webseite, die Sie dazu auffordert, persönliche Informationen wie Benutzernamen und Passwort einzugeben. Deswegen seien Sie auch bei Links, die Ihnen geschickt werden, lieber misstrauisch und prüfen Sie sie genau. Lassen Sie im Zweifel E-Mail-Anhänge oder Links im Chat ungeöffnet, um nicht in die Phishing-Falle zu tappen.

Online wie im realen Leben gilt: Bevor persönliche Informationen preisgegeben werden, sollten Sie genau prüfen, ob das Maß an Sicherheit – privat und digital – gewährt ist. Mit gesundem Menschenverstand und dem Beherzigen einiger grundlegender Tipps für die IT-Sicherheit steht der unbeschwerten Partnersuche im Netz nichts entgegen.

Zur Webseite der BITKOM e.V.

Quelle: BSI