Uns erreichen Anfragen zu einem Bildchen von Frau Göring – Eckardt mit dem angeblichen Zitat:

„Dass die Asylpolitik Merkels ausser Kontrolle gerät, liegt an der fehlenden Bereitschaft der Bundesregierung, finanzielle Anreize für die freiwillige Integration auszuloben. Was spricht denn dagegen, einer gut integrierten syrischen Familie ein Haus und ein Auto kostenlos zur Verfügung zu stellen.“

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Neben diesem Spruch das Logo von Bündnis 90/Die Grünen und eben Frau Göring – Eckardt.

Was ist da jetzt dran?

Nichts, es ist ein Ostertag zum Beginn der Adventszeit.

Ein Ostertag? Was ist das?

Nicht was – wer.

Uwe Ostertag, selbsternannter Troll und Vollzeithetzer, oh Pardon, Satiriker. Mittlerweile hat ihm sein Vorgehen und seine Vollzeittrollhetzsatire einen mehrmonatigen Aufenthalt in einer Gemeinschaftsunterkunft des Justizministeriums eingebracht, ob er die Reise schon angetreten hat, oder diese noch aussteht, lässt sich im Augenblick schwer sagen. Ist aber für den vorliegenden Fall unerheblich.

Früher „signierte“ Ostertag seine Machwerke mit „In Satira veritas by Uwe Ostertag“ diesmal erfand er sich neu, diesmal steht da:

„In den Gedanken von Frau Gäring – Eckardt gestöbert von Uwe Ostertag“.

Stellen sich gleichsam mehrere Fragen:

  1. Anreize für etwas freiwilliges?
  2. Bezahlen für etwas freiwilliges?

Die Idee erschließt sich mir nicht ganz. Wenn jemand etwas freiwillig macht, so wie in der vorliegenden These die Integration, dann muss ich doch dafür keine Anreize setzen, das wäre doch in diesem Zusammenhang eher als Belohnung zu verstehen. Natürlich kann man argumentieren, eine gute Belohnung ist auch immer ein Anreiz, jedoch muss bedacht werden, dass mit den Anreizen, die es so nicht geben wird, die in dieser Form auch gar nicht zur Debatte stehen, außer bei Ostertag, doch eigentlich eher diejenigen einfangen werden müssten, die sich mit der Freiwilligkeit der Integration schwer tun. Müsste man nicht eher von einer Belohnung für eine gelungene Integration sprechen? Aber, wer bin ich, dass ich es wagen könnte dem Meister himself ins Handwerk zu pfuschen, ihm gar in seine Gedankenblitze hineinzugrätschen?

Weiter mit den Fragen, da sind wir noch nicht fertig:

  1. Wer ist Frau Gäring – Eckardt?
  2. Woher weiß er, was sie denkt?
  3. Was hat Frau Göring – Eckardt damit zu tun?
  4. Welcher seiner Fans liest soweit?
  5. Ist der Fehler beabsichtigt, um zu versuchen, diesmal nichts justiziables formuliert zu haben?
  6. Warum fallen die Leute überhaupt auf derartiges Zeugs rein?

Gerade die letzte Frage blitzt bei Bildern dieser Art immer wieder auf, sind wir in Deutschland aufgrund unseres Wandels von der Streitkultur zur Neidkultur mittlerweile mental derartig gegen die Wand gefahren, dass wir nicht einmal mehr in der Lage sind, mit dem einstmals gesunden Menschenverstand an diese Dinge heranzutreten? Warum glauben die Menschen zu gerne derlei offensichtlichen Lügen? Die Rezeptur ist ganz einfach, ein Politiker, egal welcher, ein verletzender, hetzender Spruch (egal ob gegen Behinderte, Ausländer, behinderte Ausländer, Rothschild etc.), wirklich total egal welcher, Hauptsache ist, es muss der politischen Richtung der abgebildeten Person annehmbar zuzutrauen zu sein.

Bitte was?

Mit anderen Worten der Leser, oder Betrachter, muss für sich entscheiden, traue ich dem, oder der zu, das zu sagen. Das ist auch grundsätzlich keine schlechte Herangehensweise, doch leider funktioniert diese Methode im Zeitalter der medialen, nachrichtlichen Reizüberflutung im Zusammenhang mit den Filterblasen so nicht mehr.

Durch die Filterblasen bekommt man hauptsächlich nur noch Nachrichten und Meldungen, die der eigenen Einstellung am ehesten entsprechen. Schnell verliert man dabei die Fähigkeit grundlegend zu differenzieren, das Sichtfeld wird immer weiter eingeschränkt und damit öffnet man sich unbewusst und unbeabsichtigt auch den lauernden Fallen von Ostertag und seinen Kollegen.

Wir wünschen Frau Gäring – Eckart zukünftig weniger Ostertage in ihren Gedanken und ihm gute Besserung.

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