“Ich habe von Google eine Warnung bekommen , dass mein Handy Akku angeblich mit Viren verseucht ist. Und gleich dazu kam die Aufforderung auf einen Link zu klicken.”

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Solche Anfragen erreichen uns immer wieder von Usern, die dubiose “Google” Meldungen auf ihrem Smartphone angezeigt bekommen. Hier ein Beispiel einer aktuellen Meldung:

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Im Hintergrund erkennt man das Logo von Google. Darüber “System warnung!” (sic)

Darüber legt sich ein Fenster mit folgendem Inhalt:

(13) Viren entdeckt

Wenn dies in wenigen Minuten nicht behoben ist, wird der Virus der SIM-Karte beschädigt werden. Folgen Sie den Anweisungen, um Ihr Handy jetzt zu schützen!

STOP! Wenn du das machst, kommt tatsächlich erst der Schaden, denn hinter der vermeintlichen Virenwarnung steckt nämlich der Virus selbst.

Warum wird mir das angezeigt?


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Bei solchen Meldungen handelt es sich um eine Art Werbung. Sie wird angezeigt, während du im Internet surfst. Machst du andere Sachen auf deinem Phone, erscheinen sie nicht. In einigen Fällen vibriert das Handy sogar. Das ist mithilfe von Javascript möglich, aber letztlich auch nichts weiter als ein Effekt, um dich noch mehr zu verunsichern.

Einer falschen Virenwarnung informiert in schlechtem Deutsch darüber, dass die Batterie des Smartphones beschädigt wurde.

Screenshot: checked4you

Interessante Variante: In schlechtem Deutsch wird behauptet, der Akku sei durch einen Hacker-Angriff beschädigt worden.

Die Warnungen sind oft in schlechtem Deutsch geschrieben. Manchmal haben sie Logos bekannter Firmen, wie etwa Google, um glaubwürdiger rüber zu kommen. Gerne wird auch angezeigt, welches Gerät du nutzt oder welches Betriebssystem. Das liegt daran, dass dein Browser diese Infos automatisch an die Internetseite sendet.

Hinter der Scareware lauert der Schädling

Solche falschen Virenwarnungen sind ein Beispiel so genannter Scareware. Das Wort ist eine Kombination aus dem englischen “scare” (erschrecken) und “Software”. Sie soll dem Anwender Angst machen und ihn zu unüberlegten Handlungen bewegen. Die “Virenwarnung” soll dich dazu bringen, eine neue App zu installieren. Die infiziert dann dein System, spioniert deine Daten aus, verschickt teure Premium-SMS oder legt dein ganzes Handy lahm.

Die Macher dieser Werbung finden immer wieder Wege, ihre Botschaften auch in große Werbenetzwerke einzuschleusen, sodass sie auch auf seriösen Internetseiten erscheinen können. Auf diese Weise können zum Beispiel auch Abofallen lauern. Deshalb solltest du mit einem Handy nie ohne Drittanbietersperre das mobile Internet nutzen!

Das solltest du bei “Virenwarnungen” machen

Wenn du so eine Nachricht siehst, bleib vor allem cool! Und dann:

  • Schließe die Browser-App.
  • Öffne die Einstellungen deines Smartphones.
  • Tippe auf den Punkt “Anwendungen” (bei manchen Geräten heißt der auch “Anwendungsmanager”, “Apps” oder ähnlich).
  • Suche deine Browser-App, mit der du ins Internet gehst und tippe drauf.
  • Tippe im Bereich “Speicher” auf “Daten löschen”. Hinweis: dadurch gehen bereits geöffnete Tabs und möglicherweise gespeicherte Formulardaten flöten.
  • Nutzt du verschiedene Browser, wiederhole das sicherheitshalber bei allen anderen.
  • Solche Anzeigen können auch von Apps ausgelöst werden. Überlege also, ob du vielleicht neue Apps installiert hast, bevor die Nachrichten erschienen sind und lösch sie wieder.

Es kann nicht schaden, sich über eine richtige Virenschutz-App Gedanken zu machen. Mehr dazu in unserem Artikel über Smartphone-Virenschutz. Zudem verhindern Ad-Blocker, dass Werbung angezeigt wird. Dadurch drohen den Betreibern der Webseiten aber auch Einnahmeeinbußen und einige haben ihre Internetseiten für Nutzer mit Ad-Blockern bereits gesperrt.

Wenn du Apps installierst, dann am besten nur aus dem Google Play Store. Du kannst in deinem Handy einstellen, dass Apps nur von dort installiert werden dürfen. Dazu tippst du in den “Einstellungen” auf “Gerätesicherheit” (oder ähnliches). Bei “Unbekannte Quellen” darf kein Haken gesetzt sein bzw. muss der Schieberegler auf “aus” stehen.

Danke an checked4you für diesen Hinweis! Quelle: Handy-Viren greifen Akku an? Bloß nichts antippen!

Was sonst zu beachten ist

Die Mobilfunkabrechnung beachten! Werden dort Positionen abgebucht, die man nicht einordnen kann? Wenn ja, dann unbedingt mit Mobilfunkbetreiber in Kontakt treten.

Vorsorglich sollte man auch in Betracht ziehen, generell eine Drittanbietersperre auf die eigene Rufnummer einrichten zu lassen, dann ist die Methode des WAP-Billings ausgeschlossen.

Verweis: Drittanbietersperren sind wichtig!

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