Halt die Fresse

„Halt die Fresse“: Zwischenruf in Schweigeminute wird gefeiert

Von | 10. Oktober 2019, 9:31

„Halt die Fresse“: Schweigeminute bei Länderspiel wurde durch den Zwischenruf wiederhergestellt. Auf Social Media wird der Zwischenruf gefeiert.

Der Mittwoch stand vollends unter den schrecklichen Geschehnissen in Halle. Auch beim Länderspiel Deutschland gegen Argentinien kam es zu einer Schweigeminute vor dem Spiel, die unterbrochen wurde und erst nach einem „Halt die Fresse“ fortgesetzt wurde.

Die Schweigeminute wurde in stillem Gedenken an die Opfer in Halle an der Saale gehalten. Doch ganz so still verlief diese Minute nicht, eine Person im Stadion durchbrach die Stille.

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Wie in der TV-Übertragung deutlich zu hören, stimmte ein bis dato Unbekannter die deutsche Nationalhymne an. Wenige Sekunden später jedoch wird er unterbrochen, und zwar mit dem Zwischenruf „Halt die Fresse“.

UPDATE!

Bei uns hat sich mittlerweile „Jens“ gemeldet. Jens war mit vier Freunden am Mittwoch im Stadion und war nach eigenen Angaben der Rufer des Satzes.

Jens hat ebenso mit dem Blog „11 Freunde“ gesprochen, daraus ist ein lesenswerter Artikel entstanden (hier).

Dieser Zwischenruf kam nicht allein bei den ZuschauerInnen und Spielern gut an, sondern erzeugte auch zahlreiche Reaktionen auf Social Media. Hier insbesondere auf Twitter!

Die Reaktionen im Netz

Nicht allein, dass der Begriff mittlerweile trended, viele Menschen sprechen sich dafür aus, dass genau diese Bestimmtheit die richtige Ansage war.

Ein allzu freundliches „Ich finde es äußerst unangebracht, während einer Schweigeminute für die Opfer eines antisemitischen Anschlags die deutsche Nationalhymne anzustimmen und würde es stark befürworten, wenn Sie dieses unterließen!“ wäre unangebracht gewesen.

Da das Spiel ohnehin mit einem Unentschieden endete, ist nach Ansicht einiger Social Media Nutzer der Man of the Match nicht AUF dem Platz zu finden, sondern in den Zuschauerrängen.

Und so mit ein wenig Abstand betrachtet hat dieser energische Zwischenruf auch wieder Mut gemacht. Verrückt, aber ja.

Echt Ruhrpott eben.

Man kann den bestimmten und energischen Zwischenruf auch als richtungsweisend einstufen, so geschehen in dem folgenden Tweet, in dem der Wunsch geäußert wird, dass die deutsche Politik und die Strafverfolgungsbehörden sich daran orientieren.

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Insofern ist „Halt die Fresse“ auf einer Metaebene eine gewisse Form der Wehrhaftigkeit.

Und wie stehst du zu dem Zwischenruf?

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