Sony musste nun hautnah – und auch kostspielig – erleben, dass “Humor” nicht bei jedem Menschen “Humor” ist und dass nicht jedes Thema mit Humor aufgefasst wird.

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Und darum geht es: der Plan war es, am 25.12. den Film “The Interview” in den Kinos anlaufen zu lassen. Ein Film eben, auf den ersten Blick nichts ungewöhnliches, würde dieser Film nicht thematisch eine Komödie sein, die sich um die Figur Kim Jong-un dreht, welche der Herrscher über Nordkorea ist.

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Das man es mit einer Komödie zu tun hat, kann man im Trailer deutlich erkennen.

Das Lachen vergangen

Bereits im Vorfeld sprachen Unbekannte Terrordrohungen gegenüber Sony aus, sollte Sony diesen Film veröffentlichen. Man deutete Anschläge auf Kinos an. Aus diesem Grunde verschob Sony bereits die Veröffentlichung (welche für heute ursprünglich angedacht war) um eine weitere Woche.

Der somit geplante Starttermin lag also auf dem 25. Dezember. Trotz Aufschub ließen die Gegner nicht davon ab, und attackierten Sony nun mit einem Hackerangriff. Tausende von Dateien wurden kopiert und auch teilweise als Beweis im Internet veröffentlicht, darunter sind auch sensible Daten von Schauspielern und interne E-Mails.

Veröffentlichung ungewiss

Sony teilt nun mit, dass die Veröffentlichung des Kinofilms abermals nicht stattfindet, da man Mitarbeiter und auch Unbeteiligte schützen wolle.

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(Screenshot: FAZ )

Der Datendiebstal scheint Sony schwer getroffen zu haben, denn die vorläufige Aussetzung des Kino- und Verkaufsstarts kommt Sony recht teuer.

Dass nun wirklich nordkoreanische Hacker hinter dieser Aktion stecken, ist bisher die Vermutung, wie sie aus nicht –offiziellen Stellungnahmen aus US-amerikanischen Regierungskreisen stammen.

Fakt ist jedoch, dass Hackerangriffe mittlerweile so mächtig sind, dass sie ganze Bevölkerungsgruppen beeinflussen können. Stuxnet hat bereits vor einigen Jahren bewiesen, wie gezielte technische Manipulation ganze Regierungsprojekte sabotieren können.

Autor: Andre, mimikama.at

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