Zugegeben: diese Phishingmail ist jetzt nicht besser oder schlechter als ihre ganzen Pendants. Wir zeigen sie hier eigentlich nur aus Schadenfreude.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Denn in dieser Mail sieht man, dass die entsprechenden Datenbankfelder nicht richtig in den Text integriert wurden und somit nicht die gewünschten Teile aus der Adressdatenbank angezeigt werden. Und daher ist zumindest diese Welle an Mails ein wenig harmloser, obschon sie bereits vor ein paar Tagen mit korrekt eingebetteten Namen versendet wurde!

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Der Inhalt dieser Mail im Klartext lautet:

Guten Tag „Name des Empfängers“,

Durch das von uns entwickelte System zur Erkennung von Betrugs-versuchen was unter anderem Ihren Standort der Bezahlvorgänge miteinander vergleicht, war es uns nicht möglich diesen Vorgang eindeutig Ihrem Handeln zuzuordnen.
Bei der letzten Überprüfung ihres Accounts sind uns ungewöhnliche Aktivitäten aufgefallen,
im Bezug auf ihre hinterlegten Zahlungsmittel und ihr Zahlverhalten.
Bitte bestätigen Sie ihre hinterlegten Informationen, damit sie ihren Account wieder in vollem Umfang nutzen können.
Bitte führen Sie Ihren Datenabgleich baldmöglichst durch.
Sollten Sie nicht innerhalb der nächsten 4 Tage Ihren Datenabgleich ausführen,
sperrt unser System automatisch Ihren Amazon-Zugang unwiederuflich.

> Klicken sie hier um ihre Daten zu bestätigen

Bestellinformation:

E-Mail-Adresse:  Richtigemail@gmx.de

An den markierten Stellen hätte eben genau das stehen müssen, was als Platzhalter dort angegeben ist: zum einen der “Namen des Empfängers”, zum anderen die “richtige Adresse”. Glücklicherweise erwecken diese zwei Fehler recht schnell Skepsis, denn letztendlich handelt es sich um eine Mail aus Betrügerhänden. Man muss an dieser Stelle darauf hinweisen: diese Art von Phishingmail gibt es auch mit korrekt eingebetteten Datenbankfeldern!

Eine Nutzerinformation weist noch auf einen interessanten Fakt hin:

Der Versender scheint deutsch zu sprechen, sonst würde er andersprachige „Labels“ für die Felder verwenden.

Wenn man dem Ablauf nachgeht so sieht man:

Es ist Phishing!

Wenn man den eingefügten Link zur Stornierung aufruft, gibt es bei aktualisierter Schutzsoftware in diesem Moment eine entsprechende Warnung.

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Ohne Schutzmechanismen zeigt sich an dieser Stelle ein typisch ablaufender Phishingbetrug. Es öffnet sich eine Seite mit folgender Adresse: “amazon.de-encoding-79376352.ga”. Zu beachten ist die absichtlich konstruierte Adresse mit dem Bestandteil “amazon.de”, welcher ungeübte Empfänger verwirren soll.

Es öffnet sich nun eine Seite mit einem Login-Formular, welches dem Besucher zunächst die “normalen” Amazondaten entlocken will.

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In den folgenden 2 Schritten werden zunächst persönliche- und Adressdaten abgefragt, im Anschluss zusätzlich sensible Bankdaten. Wir warnen davor, in auch nur einem dieser Felder wahrheitsgemäße Angaben zu machen!

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Allgemeine Phishingwarnung:

  • Phishing E-Mails versuchen grundsätzlich so auszusehen, als stammen sie von dem entsprechenden Unternehmen. Mit diesen versuchen Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, vorzugsweise Bank- Kreditkarten oder sonstige Zahldaten.
  • Die eigentliche “Kunst” dieser Mails ist die Geschichte, mit welcher der Empfänger dazu verleitet werden soll, der E-Mail zu trauen und den eingefügten Link zu öffnen. Hier spielen Ausdruck, Grammatik und Rechtschreibung, sowie Plausibilität und auch Individualität eine sehr große Rolle. Speziell in der jüngeren Vergangenheit gab es zunehmend Mails, welche mit Individualität glänzten: die konnten den Empfänger mit korrektem Namen ansprechen und gaben auch tatsächliche Adress- und Personaldaten an.
  • Man kann jedoch generell beachten: Banken, Zahl- und Kaufportale fordern niemals mit Hilfe eines eingebauten Links zum Einloggen in das Konto auf! Zudem ist eine generische Anrede zwar immer ein Indiz für Phishing, eine vorhandene korrekte Anrede jedoch nicht der Beweis für die Echtheit einer Mail.
  • Niemals über einen Link einloggen, der per Mail gesendet wird, sondern immer die betreffende Seite per Hand in die Adresszeile des Browsers eintippen und dort einloggen. Sollten tatsächlich Ankündigungen des entsprechenden Dienstes vorhanden sein, werden diese dort angezeigt.Zusätzlich ist es nach Möglichkeit ebenso zu unterlassen, über öffentliche/fremde WLAN-Netze Bankgeschäfte zu tätigen, da man nie genau weiß, ob (und im Ernstfall von wem) diese Netze protokolliert werden.
  • Niemals reale Daten in die Formularfelder eintragen! Unter Umständen können die Daten sogar bereits während des Tippens an die Betrügerdatenbank weitergeleitet werden, ohne dass man mit “weiter” bestätigt.
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