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Sie wirken scheinbar harmlos auf den Nutzer, doch auch diverse Chat-Dienste bergen Gefahren, die man kennen sollte!

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Chatgruppen jeglicher Art bringen verschiedene Probleme mit sich! Für viele Menschen ist es jedoch selbstverständlich, sich über Chatgruppen auszutauschen. Oft ist ihnen aber nicht bewusst, dass sie dadurch sensible persönliche Daten preisgeben. Wichtig sind daher klare Regeln, was im Chat geschrieben werden darf.

Zudem sollte festgelegt werden, wie Chatmitglieder fair miteinander umgehen.

Allen Chatmitgliedern sollte bewusst sein, dass die eigene Nummer im Gruppenchat für alle Teilnehmer sichtbar ist und somit alle Zugriff darauf haben.

Auch Kinder haben das Recht am eigenen Bild. Oftmals teilen die Chatmitglieder jedoch Bilder von gemeinsamen Unternehmungen, ohne vorher abzuklären, ob das für die Abgebildeten in Ordnung ist.

Wenn in der Gruppe Fotos verschickt werden, müssen die Fotografierten vorher ihr Einverständnis gegeben haben.

Aber warum ist das alles so gefährlich?

Die meisten ahnen es ja schon: Chat-Funktionen sind nicht unbedingt frei von Sicherheitslücken.

Dabei kommt es noch zusätzlich auf die Art und Weise an, wie und welchen Dienst man zum chatten benutzt, denn vor allem Instant Messaging Systeme legen meist mehr Wert auf Funktionalität und gute Bedienbarkeit, als auf Sicherheit.

All die Zusatzfunktionen bieten natürlich mehr Angriffspunkte, als rein textbasierte Chatsysteme.

Womit also könnte man sich beim Chatten noch so in Gefahr bringen?

Fehlende Verschlüsselung

Bei fast allen Systemen werden Nachrichten nicht direkt vom Computer oder den mobilen Geräten eines Benutzers an die Zielperson gesendet, sondern zuerst von einem Benutzer über das öffentliche Internet an einen Vermittlungsrechner und von dort aus an den Empfänger.

In den meisten Fällen ist die Kommunikation nicht verschlüsselt und die Nachrichten können von anderen Personen (z. B. von den Administratoren des Vermittlungsrechners) gelesen werden.

Verbreitung von Schadprogrammen

Durch die Übertragung von Dateien über die IM-Systeme können Viren, Würmer und Trojaner verbreitet werden.

Verwendung von Skripten

Die geläufigsten IM-Systeme bieten Skriptfunktionen, mit denen Benutzer Skripte zur Steuerung verschiedener Funktionen im Messaging-Client schreiben können.

Das dient beispielsweise dem Zweck, andere Benutzer zu kontaktieren, Programmeinstellungen zu ändern und andere Aktionen auszuführen.

Diese Funktion ist zwar praktisch, doch auch für Computerschädlinge ein wahres Paradies.

Bereits jetzt sind Dutzende skriptbasierter IM-Würmer bekannt.

Fälschung von Benutzerkonten

Die Verwaltung der Zugangskennwörter ist oftmals nicht gesichert.

Wer es schafft, die Zugangskennwörter zu knacken, der kann dadurch eine Identität vortäuschen.

Für Profis ist das kein Problem.

Komplexität der Programme

Wie alle anderen Internet-Anwendungen können IM-Systeme Fehler aufweisen, die von Angreifern über das Internet missbraucht werden können.

Die Angriffspalette reicht von eingeschleusten manipulierten Datenpaketen bis hin zum direkten Zugriff von Angreifern auf die Endgeräte des Benutzers.

Schutzmaßnahmen

Bei dieser Palette an Risiken hilft nur eines: sich richtig schützen!

  • Zum Beispiel mit einer Virenschutz-Software und einer Personal-Firewall.
    Falls man über den Chat infizierte Dateien erhält, schützten diese vor einer Ausbreitung des Schadprogrammes. Die Firewall schützt zusätzlich vor potentielle Angriffen.
  • Für Instant-Messaging-Software werden Patches (engl. Flicken) zur Verfügung gestellt, die Sicherheitslücken schließen können.
  • Automatische Annahme von Dateien unterbinden, indem diese Funktion deaktiviert wird! Dateien sollten generell nur nach einer Sicherheitsabfrage heruntergeladen werden können.
  • KEINE unbekannten Datenanhänge öffnen!
    Das gilt auch bei bekannten Absendern. Sollen Datenanhänge versendet werden, sollte man über den Versand zuvor sprechen, denn auch Absenderadressen können gefälscht werden!

Ergebnis:

Vorsicht ist besser als Nachsicht!

Wer unbeschwertes Chat-Vergnügen genießen möchte, sollte sich vorab ein paar Gedanken zu Schutzvorkehrungen machen.

Wer also weiß, was passieren kann und womit man es zu tun hat, kann sich besser darauf einstellen und im Notfall einen kühlen Kopf bewahren.

Quellen: Polizeiliche Kriminalprävention des Bundes und der Länder, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik