Produktempfehlung: Kaspersky lab

Gefälschte Telekommunikationsrechnungen sind ein sehr beliebtes Mittel, in denen sich Trojaner verstecken. Hier im Angebot: eine gefälschte 1&1 Rechnung.

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Gemeinsam gegen Fakes, Fake-News und anderen Unwahrheiten im Internet. Bitte hilf mit!

Mimikama: Warnung

Die Mail trägt das Ausstellungsdatum November 2015 und hat sich ein wenig schick gemacht: Logo und Farben von 1&1 wurden verwendet, um glaubhaft zu erscheinen. Ebenso hat man das Bild von “Uwe Leyendecker”, dem quasi-Nachfolger von Marcel Davis, in die Mail gepackt.

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Der Inhalt dieser Mail lautet:

Sehr geehrte Frau/Herr,

heute erhalten Sie Ihre Rechnung vom 23.11.2015 für Ihr Produkt 1&1 Starter. Sie finden diese im Anhang als PDF-Datei.

Damit Sie Ihre Rechnung lesen und ausdrucken können, benötigen Sie den Adobe Acrobat Reader. Sie können ihn hier kostenlos herunterladen.

Der Rechnungsbetrag in Höhe von 114,23 EUR wird am 29.11.2015 von Ihrem Konto abgebucht.

Ist die hinterlegte Bankverbindung noch aktuell? Sie können diese im 1&1 Control-Center prüfen und ändern.

Weitere Informationen zu Ihrem Vertrag finden Sie im 1&1 Control-Center.

Ich wünsche Ihnen viel Freude mit 1&1.

Freundliche Grüße aus Montabaur

Ihr

Uwe Leyendecker
Leiter Kundenservice 1&1 Hosting

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Dann senden Sie mir einfach eine kurze E-Mail an u.leyendecker@1und1.de.

Die Links im Text der Mail sind grundlegend harmlos, sie leiten auf saubere Seiten. Gefährlich an dieser Mail ist jedoch der Anhang, welcher vorgibt, eine Rechnung zu sein.

Vorsicht: .zip Datei enthält Trojaner

Der Inhalt des Anhanges in dieser Mail ist ein Backdoor-Trojaner! Zur Verschleierung des Anhangnamens – es handelt sich um eine .zip Datei – wurde eine “doppelte Dateiendung” genutzt.

Die .zip Datei, deren Name in Form einer Rechnungsnummer Nummer aufgebaut ist, versucht nun mit allen Mitteln dem Empfänger zu suggerieren, sie sei ein harmloses .pdf Dokument. Wenn man nun in die .zip Datei schaut, findet man die eigentliche Malware, welche eine doppelte Dateiendung trägt. Ein Scan auf Malware macht deutlich: in dieser .zip Datei befindet sich ein Schädling!

 

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Doppelte Dateiendungen werden genutzt, wenn man verschleiern möchte, um welche Art von Datei es sich wirklich handelt. In diesem Falle gibt sich die Datei als eine .PDF_.exe aus. Mobiltelefone blenden oftmals die echte Dateiendung aus, aber auch bei Windows können die Dateiendungen ausgeblendet sein.  Dann erscheint an dieser Stelle die wahre Endung nicht und man sähe nur das Pseudo-PDF. Wir empfehlen daher, die Dateiendungen immer eingeblendet zu lassen (Anleitung von Microsoft dazu hier)

Allgemeine Trojanerwarnung

Trojaner sind eigenständige Programme (.exe), die vorgeben etwas anderes zu sein, als sie in Wahrheit sind.

Wenn man die Datei ausführt, dann macht es einmal den Anschein, als würde nichts passieren.

Aber das stimmt nicht! Im Hintergrund wird ein Programm installiert. Die Programme bzw. die Internetbetrüger, die hinter solchen Programmen stecken, haben nun z.B. Zugriff auf Ihre Daten bzw. können diese auch die völlige Kontrolle über Ihren Rechner haben.

Der verräterischste alle ist Dateianhänge ist der .zip Anhang. Mails von vertrauenswürdigen Quellen kommen niemals als .zip Datei, auch nicht als .com /.pif / .ico / .exe/ .js
Bitte nicht öffnen und den Inhalt ausführen, außer man erwartet bewusst eine solche Datei.

1) Wer den Dateianhang öffnet bzw. geöffnet hat und den Inhalt auch ausgeführt hat (das ist der kritische Punkt!) , sollte als erstes einmal den PC von seinem Virenscanner untersuchen lassen.

2) Ändere alle Passwörter zu sozialen Netzwerken, Onlineshops usw.

Bitte auch vorsichtshalber Bank oder Kreditkarteninstitut benachrichtigen.

Dein Mail-Account versendet selber diese Mails?

Solltest Du Unmengen an Fehlermeldungen bekommen, dass Deine E-Mails nicht beim Empfänger angekommen sind (und das im Minutentakt), dann ist Dein Rechner infiziert und in einem Botnet aktiv. Auch hier umgehend den PC prüfen und gegebenenfalls einen Experten vor Ort zu Rate

Eine weitere Alternative bietet der Einsatz der NOTFALL CD von Kaspersky

Artikel Vorschaubild: Aha-Soft / Shutterstock.com