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#genderequality – Unter diesem Hashtag findet sich auf Facebook und Twitter eine Diskussion, die wahrscheinlich nie ein Ende findet.

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Es geht um die Gleichberechtigung von Männer und Frauen. Und auch den immer kreativen Köpfen von Facebook (man bedenke nur die welterschütternde Änderung des Zeichensatzes des Logos erst vor kurzem) ist dies nicht entgangen. So steckte man die Köpfe und Köpfinnen zusammen und kam zu einem Ergebnis:

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Quelle: Facebook-Designerblog

Merkste wat?

Richtig, die beiden Icons unterscheiden sich voneinander. Und wie es vom linken zum rechten Icon kam bzw. für manche Benutzer noch kommt (noch ist es nicht überall aktiviert), können wir hier erzählen.

Zuerst war es so, und da stimmen wir zu, dass die Dame im linken Icon eine wirklich schlechte Frisur hat. Eigentlich sieht sie mehr wie Darth Vader aus. Was der Autor persönlich cool fände, wäre der in seiner Freundschaftsliste. Von ihm aus könnten das also auch Luke und Anakin Skywalker sein. Aber Facebook dachte sich das sicher anders, das sollte nämlich einen Mann und eine Frau darstellen.

Was ist wichtig für eine Frau?

Bingo, die Frisur. Ganz wichtig! Somit werden erst einmal Frisuren entworfen. Muss ja auch passen. Und gut aussehen. Aber nicht zu aufgedonnert. Und muss auch zu den nicht vorhandenen Schuhen passen.

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Quelle: Facebook-Designerblog

Suchbild: Welches Frauen-Icon ist euer neues Herzblatt?

Die Frau ist also schon einmal gefunden. Kurze Haare (brav, aber unabhängig, nicht so wüst und durchgewuschelt). Daneben sah der „alte Mann“ (nicht unsere Wortwahl, so schreibt es die Designerin!) aber nun „steif und veraltet“ aus. Die Frau scheint den Autor des Artikels zu kennen.

Das Männer-Update

Was kann man so mit Männerhaaren machen? Nicht viel, insbesondere, wenn es sich nur um eine Silhouette handelt. Dementsprechend dünn (wie Männerhaare ab Mitte 30, hihi) war auch die Auswahl:

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Quelle: Facebook-Designerblog

Das ist keine Auswahl. Das ist nix! Speziell, wenn man bedenkt, dass die Silhouette ganz links sich nur als Mann tarnt, aber eigentlich zu den Frauen-Silhouetten gehört. Seriously, Facebook?

Gewonnen hat dann schließlich die Silhouette ganz rechts, mit bravem Scheitel. Denn so halbe Macklemore-Frisuren wie der Herr in der Mitte haben nicht viele. Oder vielleicht doch? Keine Ahnung. Wir sind mittelalte, steife Männer (größtenteils), wir kennen uns kaum damit aus.

Mann. Frau. Welche Position?

Nicht, was ihr denkt, ihr Ferkel! Sondern nun geht es darum, wie die beiden Silhouetten positioniert werden. Nebeneinander. Und das scheint doch eine sehr komplizierte Sache zu sein. Echt jetzt. Die Designerin schreibt in dem Blog, dass sie eine Frau ist (ach?) und auf ein“Women’s College“ ging (College nur für Frauen??) und somit Probleme mit dem alten Icon hatte, da dort ja die Frau buchstäblich im Schatten des Mannes stünde.

Gelle, wusstet ihr nicht! Wir sahen uns jedes Mal dieses Mikro-Mini-Icon an und dachten uns so „Jaaaa, Frauenunterdrückung, supported by Facebook! SO muss es sein!“. Nicht. Ganz sicher nicht. Ehrlich gesagt, ist das uns nie aufgefallen.

Im Endeffekt landete dann die Frau „ein klein wenig weiter vor dem Mann“ (wir zitieren nur). Aber sind gleich groß. Man hätte die Silhouetten auch nebeneinander machen können, aber laut Designerin sah das dann immer aus wie ein zweiköpfiges mystisches Wesen. Hätten wir aber dann doch gerne gesehen, sah bestimmt cool aus.

Es wird noch besser

Das Gruppen-Icon, so fiel der Designerin auf, ist ja genauso typisch patriarchisch. Ja, das braucht auch eine Änderung. Ganz wichtig. Ansonsten gewinnen die Männer bei der Gleichberechtigung (hä??).

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Quelle: Facebook-Designerblog

Das alte Icon zeigt zwei Männer, einer ganz vorne ein Mann und eine Frau hinter ihm. Geht ja mal gar nicht. Frauenpower! Nun ist eine Frau vorne und zwei Männer hinter ihr. Vielleicht ihre Bodyguards. Oder Liebhaber. Wer weiß das schon so genau. Wer übrigens genau hinschaut, wird erkennen, dass die Frau im Vordergrund auch bei der Männer-Auswahl dabei war. Also drei Männer? Oder der vorderste ist Transgender? Fragen über Fragen.

Was am Ende übrig bleibt

Wir wissen ja nicht, warum diese Icon-Änderung nötig war. Vielleicht war den Designern langweilig. Vielleicht will Facebook auch auf diesen furchtbar nervenden Gender Equality-Zug aufspringen. Wenn zweiteres, dann: Kinners, ihr hat es verbockt! Denn das ist keine Gleichberechtigung. Es wurde einfach nur die Frau nun vor den Mann gestellt. Das ist Feminismus, nicht Gleichberechtigung. Und zwar der ungesunde Feminismus. Nicht der, der wirklich für Gleichberechtigung in allen Bereichen ist. Ganz wichtige Unterscheidung!

Facebook wird niemals mehr dasselbe sein. Unsere Welt, unser ganzes Denken, nein, unser Universum wird sich mit den Änderungen des Logos und jenen Icons nun total ändern. Echt jetzt!

Oder vielleicht interessiert es auch niemanden.

 

Autor: Ralf, mimikama.at

Ein letzter Hinweis:
Dieser Artikel ist sehr subjektiv und repräsentiert nicht die allgemeine Meinung von Mimikama/ZDDK, sondern nur die des Autors.