Glauben Sie nicht alles, was Sie im Internet lesen!

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Die Polizei spricht uns mit diesem Inhalt aus der Seele! In den letzten Tagen wurden wir vermehrt auf Meldungen im Internet angesprochen, die sich überwiegend in sozialen Netzwerken und Messengerdiensten wie WhatsApp als Kettenbriefe verbreiten. Hierbei sind die darin aufgestellten Behauptungen in der Regel falsch und können der Kategorie Hoax (englisch für Scherz, Jux, Schwindel) zugeordnet werden.

Solche Falschmeldungen in den unterschiedlichsten Varianten gibt es leider immer wieder und immer wieder werden diese auch einfach weiterverbreitet, ohne sie auf den Wahrheitsgehalt zu prüfen und ohne sich über die möglichen Folgen Gedanken zu machen.

So gibt es erfundene Geschichten über Katzenfänger, Wäschkörbe zur Einbruchmarkierung, KO-Tropfen auf Visitenkarten, Weiße Lieferwagen, Tierquälereien, Horrorszenarien usw.

Es ist keine Seltenheit, dass eine Falschmeldung nach vielen Jahren wieder die Runde macht und auch dann erneut für Aufregung sorgt. Bei Facebook gibt es eine Funktion, die bestimmte eigene Beiträge von selbst nach mehreren Jahren noch einmal vorstellt („Deine Erinnerungen auf Facebook“ z.B. vor 4 Jahren). Hier kann auch schnell mal eine solche Falschmeldung unachtsam erneut verbreitet werden.

Problematisch wird es, wenn solche Meldungen u.a. auch von angesehenen Personen oder Einrichtungen geteilt werden. Einmal beispielsweise teilte eine Freiwilligen Feuerwehr eine Falschmeldung und verlieh dieser somit einen offiziellen Charakter.

Glauben Sie also nicht alles, was Sie im Internet, im Chat, im Messenger usw. lesen! Teilen Sie solche Nachrichten nicht ungeprüft! Bedenken Sie die Folgen für die Empfänger!

Was kann passieren?

Immer wieder kommen verängstigte oder aufgebrachte Personen zur Polizei und erstatten Anzeige aufgrund einer solchen Falschmeldung aus dem Internet. Hierdurch entstehen, wenn weitere Ermittlungen erfolgen, auch entsprechende Kosten.

Empfänger solcher Nachrichten sind wahrscheinlich verunsichert und geraten beim Auffinden solcher Situationen (z.B. Wäschekörbe vor dem eigenen Wohnhaus) in Angst oder Panik. Besonders Kinder können hier schnell verängstigt sein.

Das Weiterverbreiten sorgt dafür, dass die Falschmeldung auch über mehrere Jahre hinweg im Netz kursiert oder in leichten Abwandlungen erneut auftaucht.

Falschmeldungen, die z. B. ein Produkt einer Firma betreffen, können auch für diese Firma einen finanziellen und einen Imageschaden bewirken.

Wo kann ich mich informieren?

Theoretisch kann hierbei bereits jede Suchmaschine im Internet hilfreich sein. So findet man sehr schnell mit den passenden Stichwörtern irgendwo Beiträge von anderen Nutzern, die ähnliches gefunden haben. Hier besteht aber immer die Gefahr, dass man auf weitere Fehleinschätzungen treffen kann.

Sicherer ist es, wenn man Seiten besucht, die die Wahrheiten hinter solchen Falschmeldungen aufdecken. So gibt es seit vielen Jahren z.B. die Seiten: www.mimikama.at / hoax-info.tubit.tu-berlin.de/hoax/. Hier finden Sie in der Regel die bekannten Falschmeldungen mit entsprechenden Erklärungen.

Was können Sie außerdem tun?

Haben Sie bei einem Bekannten z. B. eine offensichtliche Falschmeldung als Facebook-Posting entdeckt, klären Sie diese Person über die Gefahr auf und bitten Sie sie, den Beitrag zu löschen, um weiteren Schaden zu verhindern.

Die Problematik der Kettenbriefe und Falschmeldungen sollte auch innerhalb der Familie und innerhalb der Schule ein Thema sein. Die Tipps der Polizei dazu:

  • Sprechen Sie mit ihren Kindern Zuhause und in der Schule über dieses Phänomen.
  • Lassen Sie die Nachricht löschen und unterbinden Sie damit eine Weiterverbreitung.
  • Das Kind sollte verstehen, dass ein Nichtverbreiten der Nachricht keine negativen Konsequenzen hat. Das Versenden der Nachricht aus Spaß, Angst oder anderen Beweggründen verunsichert nur weitere Empfänger.
  • Ein Hinweis in der Statusmeldung des Messengerdienstes, wie z. B. „Bitte keine Kettenbriefe!“ kann zusätzlich helfen.
  • Empfänger von Kettenbriefen sollten mit den Versendern diesbezüglich sprechen und über die Thematik aufklären.
  • Die Kinder sollten u.a. ihren Freunden erzählen, dass sie diese üblen Scherznachrichten nicht bekommen möchten.

Quelle: Polizei Niedersachsen

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