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image[Gastbeitrag von Alex B.]  Wer nicht wagt, der nicht gewinnt… Viele leben nach diesem Grundsatz und es gibt dabei nicht wenige Menschen, die durch Gewinnspielteilnahmen schon beachtliche Gewinne vorweisen können. Gegen reguläre und seriöse Gewinnspiele, wie man sie tagtäglich beispielsweise in Zeitungen/Magazinen finden kann oder das Ausfüllen von Lottoscheinen ist nichts einzuwenden. Wenn man denn unbedingt sämtliche Daten von sich preisgeben möchte. Dabei kann sich jeder eigentlich sicher sein, dass alles seine Richtigkeit hat (sehen wir mal vom Kleingedruckten ab).

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Bei Facebook-Gewinnspielen müssen nicht sehr viele Daten angegeben werden.

Allerdings reicht die Angabe wie zum Beispiel der Handynummer hier schon aus, um unter Umständen immensen Schaden nach sich zu ziehen.

Stichwort Abofalle!

Oft bemerkt man dieses unfreiwillige Abo erst viel später. Nämlich dann, wenn die Rechnung auf einmal höher ausfällt als gewöhnlich. Dann ist es aber schon zu spät, denn bei vielen Handynutzern werden Rechnungen per Bankeinzug beglichen. Sprich: Das Geld ist erst einmal weg.

Es sei erlaubt, sich die Frage zu stellen, warum Facebooknutzer nicht genauso sorgfältig die Informationen einer vermeintlichen Seite studieren, wie sie das Kleingedruckte in den Printmedien lesen würden (wenn auch nicht vollkommen aufmerksam)?!

Gibt man in das Suchfeld bei Facebook „Gewinnspiel“ ein, erscheinen mehrere Einträge zu dem Thema. Merkwürdig, dass dann dort wenig bis gar kein Inhalt hinterlegt ist.

Schnell wird klar, dass der Seitenbetreiber in erster Linie (oder sollte ich sagen NUR?) auf „Likes“ aus ist. Das erschließt sich jedem zumindest halbwegs argwöhnischen User, wenn dieser auf die Seiteninfo klickt (siehe Bild).

Gewinnspiele

Der Text lässt klar durchblicken, dass (in diesem Beispiel) keine iPhones verlost werden. Man bedankt sich zudem ausdrücklich für die vielen Likes. Wie die Seite (hier als App bezeichnet) allerdings zur Unterhaltung beitragen soll, bleibt völlig unklar.

Bei Gewinnspielen auf Facebook sollte jeder Nutzer zunächst immer skeptisch sein!

  1. Grundsätzlich NIEMALS „Gefällt mir“ klicken, wenn die Seite dazu auffordert, um etwaige Inhalte sehen zu können. Jeder kann (hoffentlich) selbst entscheiden, ob ihm etwas gefällt oder nicht.
  2. Bei berechtigten Zweifeln an der Richtigkeit der Inhalte gerne einen Blick auf die Infoseite verschwenden. Sollten hier keine Informationen zu finden sein, ist es vermutlich noch ein Zeichen dafür, dass die Seite im besten Fall nur Likes haben möchte
  3. Zweifelhafte Seiten abchecken lassen (z.B. durch ZDDK) und ggf. melden.
  4. Freunde/Bekannte über diese Seite(n) präventiv informieren.

image Dieser Artikel wurde von Alex verfasst:
Alex ist: Fachinformatiker (IHK) und arbeitet im Bereich IT-Service als Kundenbetreuer in einer Cross-Media-Agentur. Auch im privaten Umfeld oft Rettungsanker bei Hard- und/oder Softwarefehlern. Unter „Alpha Medien&IT“ war Alex unter anderem für Radio 91.2 in Dortmund, Ruhr Nachrichten Dortmund, Aachener Zeitung, Radio 107.8 Antenne AC / Aachen 100,1 als Journalist tätig und ist Mitglied im Deutschen Presseverband (DPV)