Edeka-Kunden fühlten sich diskriminiert (Faktencheck)

Getrennte EDEKA-Kassen für deutsche und polnische Kunden?

Von | 9. Dezember 2019, 14:05

„Vorrangig für polnische bzw. deutsche Kunden“: Ein EDEKA-Markt sorgt im Moment für Aufregung. Kunden fühlten sich durch eine Werbeaktion diskriminiert.

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Aktuell erhalten wir sehr viele Anfragen zu Schildern, die bei einem EDEKA-Markt über den Kassen hängen. Auf einem steht auf Deutsch, dass diese Kasse vorrangig für deutsche Kunden sei und auf dem anderen, dass dies für polnische Kunden gilt. Diskriminierung bei EDEKA?

Es geht um folgende Bilder:

Screenshot by mimikama.at

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Warum?

Der Faktencheck

Ein Sprecher der Botschaft der Republik Polens in Berlin erklärt in einer Pressemitteilung, dass sich dieser Vorfall in einem EDEKA-Großhandel in Cottbus ereignet hatte.

In dem Laden wurde eine separate Registrierkasse für Polen und eine für Deutsche eingerichtet.

Das Unternehmen reagierte sofort und ließ der Botschaft sowohl einer Erklärung, als auch eine Entschuldigung zukommen. Die Direktion für Unternehmenskommunikation, Marketing und Verwaltung von EDEKA erklärte, dass im EDEKA C + C Großmarkt in Cottbus regelmäßig Werbekampagnen organisiert werden. Aufgrund der günstigen geografischen Lage genießt der Großhandel ein reges Interesse polnischer Kunden (insbesondere auch von Restaurant- und Catering-Betrieben). So wollte man dieser Zielgruppe einen Service in polnischer Sprache an einer der Registrierkassen anbieten.

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Aktuelles Top-Thema:

Das Unternehmen macht geltend, dass es nicht beabsichtigt war, jemanden zu diskriminieren und entschuldigte sich für die unglückliche Situation.

Die Kennzeichnung der Registrierkassen wurden entfernt und Kunden können nun an jeder Registrierkasse, unabhängig von Werbeaktionen, für Einkäufe bezahlen.

Fazit:

Der EDEKA-Markt liegt also günstig an der polnischen Grenze und wollte den Kunden einen besonderen Service bieten. Sie haben sofort erkannt und auch verstanden, dass sich Menschen dadurch diskriminiert fühlten und entfernten die Schilder prompt.

Gut gemeint, ist leider nicht immer gut gemacht und zeigt, dass Unwissenheit nicht vor Strafe schützt.

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