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Jeder kennt diese Beiträge, die in der Facebook-Timeline erscheinen, aber nicht von Freunden, Seiten oder Gruppen stammen: „Gesponsert“ kann man klein darunter lesen.

- Sponsorenliebe | Werbung -

„Gesponsert“ bedeutet, dass da jemand Geld dafür an Facebook gezahlt hat, damit bestimmte Nutzergruppen diesen Beitrag sehen. Das ist als Solches noch in Ordnung, schließlich möchte ja Facebook auch Geld verdienen, und Händler und Dienstleister können sich so bekannter machen.

Was nun allerdings gerade in letzter Zeit sauer aufstösst:
Facebook handelt nach dem Motto: „Geld stinkt nicht“. So findet sich desöfteren Werbung in der Timeline, die alles andere als seriös ist, sondern Nutzer in die Irre führt und auf dubiose Seiten lockt.

Hier zeigen wir euch ein typisches Beispiel:

Screenshot mimikama.at
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Eine Seite namens „Hair Zone“ bewirbt ihr einen Artikel, der augenscheinlich einfach nur den Erfolg und Mißerfolg eines Mannes erzählt, eine typische Boulevard-Geschichte für Zwischendurch.

Werfen wir nun einen erst einmal einen Blick auf die Seite, damit ihr seht, was wir oben beschrieben haben:

Screenshot mimikama.at
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Unter dem Punkt „Seiteninfos & Werbung“ werden aus Transparenzgründen die bezahlten Werbeanzeigen einer Seite angezeigt, hier sichtbar eben jener Artikel, der dann in der Timeline vieler Nutzer erscheint.

Soweit bisher alles legitim, doch nun schauen wir uns mal den Artikel an, der dort beworben wird:

Screenshot mimikama.at
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Optisch meint der Nutzer, einen Artikel von „Zeit Online“ zu lesen, die Internetadresse zeigt aber, dass wir uns auf der Seite „the-hair-zone.com“ befinden.
Hier liegt an sich bereits eine Täuschung vor, gegen die „Zeit Online“ im Prinzip rechtlich vorgehen könnte, da hier deren Logo für einen Artikel mißbraucht wird, der sicher nicht von ihnen ist: Es geht um Werbung für Bitcoin Trading.

Hierhin wird der Nutzer nun weitergeleitet:

Screenshot mimikama.at
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Eine Seite namens „BitcoinTrader“ setzt einen unter Zeitdruck, sich möglichst schnell zu registrieren, großspurige Versprechungen verlocken ebenfalls.
Doch vor einer Registrierung ist dringend abzuraten, denn hierbei handelt es sich um den riskanten Handel mit binären Optionen.

Hierbei handelt es sich um ein hoch riskantes Modell, welches teilweise auch außerbörslich angeboten wird. Definitiv kein Produkt für Anfänger! Bei binären Optionen können zwei Aktionen eintreten: Das vorhergesagte Ereignis tritt ein, wodurch Händler/innen eine im Vorhinein festgelegte Summe erhalten. Das vorhergesagte Ereignis tritt nicht ein, wodurch Händler/innen einen Verlust erleiden.

Bei dem Handel mit binären Optionen können Konsument/innen Geld verdienen, sofern sie mit ihrer Einschätzung richtig liegen. Der Online-Handel mit binären Optionen ist mit zahlreichen Risiken verbunden. Beispielsweise könnt ihr keine Gewinnauszahlung erhalten, an Anbieter geraten, die Kurse manipulieren oder eure persönlichen Daten dienen für Verbrechen unter Ihrem Namen.

Fazit

Gesponserte Werbung auf Facebook ist an sich nichts Verwerfliches. Jedoch achtet Facebook kein bißchen darauf, wer dort überhaupt Werbung schaltet! In diesem Falle wird ein mehr oder weniger emotionaler Artikel über das finanzielle Schicksal eines Mannes vorgegaukelt, letztendlich soll der Nutzer aber nur auf fragwürdige Trading-Seiten gelockt werden.

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