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Die Polizei Berlin weist darauf hin, dass derzeit im Falle einer getöteten 14-Jährigen auf sozialen Medien viele Fakes, Gerüchte und Hetzkommentare in Bezug auf den Tatverdächtigen kursieren!

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So merkt die Polizei an, dass insbesondere bewusst generierte Falschnachrichten zur Herkunft und Staatsangehörigkeit des Tatverdächtigen in Umlauf gebracht werden:

Das voreilige Teilen von Fakes und Falschnachrichten auf sozialen Netzwerken mündet allzuoft in Selbstjustiz und Hexenjagden und macht nicht zuletzt die Arbeit der Polizei schwieriger.

Die Fakten zu dem Fall können den offiziellen Polizeimeldungen entnommen werden:

Gemeinsame Erstmeldung Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin Nr. 0530 vom 8. März 2018: Jugendliche in Wohnung getötet – Mordkommission ermittelt

Eine Jugendliche ist gestern in einer Wohnung in Alt-Hohenschönhausen getötet worden. Bisherigen Ermittlungen zufolge fand die Mutter am Nachmittag gegen 17.30 Uhr ihre 14-jährige Tochter schwer verletzt in der Wohnung in der Plauener Straße und alarmierte Rettungskräfte und Polizei. Trotz eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen erlag die Jugendliche ihren schweren Verletzungen. Die Verletzungen deuten auf ein Gewaltverbrechen hin. Die Hintergründe und das Tatgeschehen sind derzeit noch unklar. Die 3. Mordkommission des Landeskriminalamtes Berlin hat die Ermittlungen übernommen.

Gemeinsame Meldung Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin Nr. 0553 von heute: Tötungsdelikt an Schülerin – Tatverdächtiger festgenommen

Ermittler der 3. Mordkommission nahmen heute Vormittag einen Tatverdächtigen in seiner Wohnung vorläufig fest. Er wird zurzeit vernommen. Die Ermittlungen dauern an.

Polizeimeldung vom 11.03.2018 Lichtenberg Gemeinsame Meldung Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin Nr. 0556

Ermittler der 3. Mordkommission nahmen heute Vormittag einen Tatverdächtigen in seiner Wohnung vorläufig fest. Er wird zurzeit vernommen. Die Ermittlungen dauern an.Der heute in der elterlichen Wohnung Festgenommene hat bei den Ermittlern der 3. Mordkommission ein Geständnis abgelegt. Sein Motiv ist zurzeit noch unklar. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 15-jährigen Schüler aus dem Bekanntenkreis des erstochenen Opfers. Er wird morgen einem Richter vorgeführt.

Die Pressestelle der Generalstaatsanwaltschaft für die Berliner Staats- und Amtsanwaltschaften meldet sich ebenfalls in Form eines Videos auf Twitter zu Wort, um die korrekten Fakten (vor allem in Bezug auf den Täter) in diesem Fall nochmals klar darzustellen:

Nochmals: Wer unreflektiert falsche Informationen verbreitet, läuft Gefahr, die Polizei bei Ermittlungen zu behindern und schürt nicht nur Ängste, sondern auch Hass. Gleichzeitig macht man sich strafbar. Im Endeffekt leiden nicht zuletzt vor allem die Angehörigen darunter, die nicht nur einen geliebten Menschen verloren haben, sondern deren persönliche Tragödie noch dazu in der Öffentlichkeit breit getreten und für fragwürdige Zwecke missbraucht wird.

Wer sich bei den richtigen Stellen (Polizei, offizielles Presseportal) informiert, hilft mit, Falschnachrichten und Hetze zu reduzieren!

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