Der Sommer kommt, überall im Ländle finden jetzt wieder Festivals statt. Da möchte man natürlich nicht in der Bude hocken, sondern kräftig mitfeiern.

Nur blöd, wenn man keine Karten hat, aber dafür gibt’s ja Facebook. Dass man allerdings dort auch gut über den Tisch gezogen werden kann, zeigt uns ein aktueller Fall, der unserer Redaktion mit diversen Screenshots übermittelt wurde.

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Pinnwand des Summerjam-Festivals

An der Facebook-Pinnwand des Summerjam-Festivals finden sich viele Einträge von Leuten, die ihre Karten verkaufen, da finden sich auch einige Schnäppchen, was erfreulich ist, da so ein Ticket nicht gerade billig ist.

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Bildquelle: Eventim

114,30 € … da schlägt man bei 85 € pro Ticket natürlich zu, ohne nachzugrübeln.

Gesundes Misstrauen ist angesagt

Schnell wurde man sich über den Preis einig: 240 € für 3 Karten, das ist ja noch günstiger.

Nun hatte jener Verkäufer kein PayPal, so einigte man sich auf eine Banküberweisung.

Und dann wartete jener Festival-Fan. Und wartete. Und wartete.

Und schrieb schließlich den Verkäufer noch einmal an, da das Geld ja schließlich überwiesen sei, jedoch:

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Auf und davon

Das Profil des Verkäufers war weg, das Geld natürlich ebenfalls. Leider hatte die geprellte Dame auch versäumt, den Verkäufer nach Kontaktdaten zu fragen, aber wenigstens hat sie seinen Namen und die Bankdaten… und mit jenen Daten geht sie nun zur Polizei.

Sicherer Geldtransfer

Leider kann man eine einmal gemachte Banküberweisung nicht einfach so zurücknehmen, keine Bank macht dabei Ausnahmen. Einige Banken sind so kulant und würden eine Überweisung revidieren, wenn das Geld bereits abgebucht, aber noch nicht auf dem Empfängerkonto aufgebucht ist. Dabei handelt es sich allerdings meist nur um ein sehr kleines Zeitfenster, auf das man sich nicht verlassen sollte.

Eine weitere Zahlungsmethode ist das weit verbreitete PayPal. Dort ist es zumindest möglich, einfach eine Zahlung zu stornieren, solange der Vorgang noch nicht abgeschlossen. Danach ist eine Stornierung ohne weiteres nicht mehr möglich. Jedoch gibt es den kostenlosen PayPal-Käuferschutz, bei dem dann PayPal-Mitarbeiter jeden Fall manuell prüfen. So ist es auch noch 180 Tage nach einer Zahlung noch möglich, sein Geld zurück zu bekommen.

Woran erkenne ich Betrüger?

Kein Betrüger tut uns auf Facebook den Gefallen, dies als Beruf in sein Profil einzutragen.

Jedoch sollte man einige Dinge beachten:

  • Wurde das Facebook-Profil erst kürzlich erstellt?
  • Ist die angebotene Ware außergewöhnlich billig?
  • Lehnt die Person Zahlungen per PayPal ab?
  • Gibt mir die Person Kontaktdaten oder windet sie sich drum herum?
  • Weigert sich die Person, wegen einem Handel mit Ihnen zu telefonieren?

5 kleine Punkte, die auf jeden Fall für mehr Sicherheit bei einem Handel auf Facebook sorgen.

Kaufs- und Verkaufsgruppen gibt es sehr viele, und bei den meisten Mitgliedern handelt es sich um ehrliche Menschen. Jedoch sollte man trotzdem Vorsicht walten lassen, auch wenn der Chat-Kontakt noch so nett scheint.

Denn in einem Chat sieht man nicht, wie ein Betrüger sich über das kommende Geld freut und sich die Hände reibt.

Autor: Ralf, mimikama.at

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