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“Ist ja nur ein geschriebenes Wort !?!?” Wer der Ansicht ist, dass es sich auf Facebook in den Kommentaren ja nur um harmlose Worte handelt, hat längst den Bezug zur Realität verloren. Denn das, was auf Facebook brodelt und köchelt, ist unlängst in die Realität geschwappt. Freunde zerstreiten sich, Fremde werden anhand ihres Facebookprofils katalogisiert und direkt bei belieben angegriffen.


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Hass im Netz ist nicht einfach nur ein harmloses Wortgetippsel, Hass im Netz ist eine ganz klare Gewalt. Eine Gewalt, der auch wir entschlossen entgegen treten, so wie auch die Journalistin und Autorin Ingrid Brodnig:

Facebook und Hassbotschaften

Offiziell lautet es: Facebook entfernt sämtliche Hassbotschaften, d. h. Inhalte, die Personen aufgrund der folgenden Eigenschaften direkt angreifen:

  • Rasse,
  • Ethnizität,
  • Nationale Herkunft,
  • Religiöse Zugehörigkeit,
  • Sexuelle Orientierung,
  • Geschlecht bzw. geschlechtliche Identität oder
  • Schwere Behinderungen oder Krankheiten.

Die Präsenz von Organisationen und Personen, die Hass gegen diese geschützten Gruppen schüren, ist auf Facebook nicht zulässig. Wie bei allen unseren Standards vertrauen wir darauf, dass unsere Gemeinschaft uns entsprechende Inhalte meldet.
Personen können Facebook nutzen, um Ideen, Institutionen und Gepflogenheiten zu hinterfragen. Nur so können Diskussionen und mehr Verständnis füreinander gefördert werden. Manchmal teilen Menschen Inhalte, die Hassbotschaften anderer Personen enthalten, um das Bewusstsein für ein bestimmtes Thema zu erhöhen oder andere über solche Hassbotschaften aufzuklären. In einem solchen Fall erwarten wir, dass diese Personen ihr Ziel eindeutig vermitteln, sodass wir besser verstehen können, weshalb sie diese Inhalte geteilt haben. (Verweis:https://www.facebook.com/communitystandards)

Wer denkt, dass das Kommentieren und Haten auf Facebook konsequenzlos sein kann, liegt sehr falsch damit. Auch juristisch wird immer häufiger aufgrund von Kommentaren und Posts gegen Facebooknutzer ermittelt.

Auf Facebook hat sich schon seit längerer Zeit ein gewisses Selbstverständnis von “Kommentierfreiheit” eingeschlichen, welches in so manchen Teilen nicht mit dem Gesetz konform ist, sowie oftmals auch Persönlichkeitsrechte von Dritten verletzt. Wut, Hass, Propaganda: Grenzen werden überschritten und Menschen werden ohne Skrupel gedemütigt.

Strafbare Inhalte

Nicht alles, was man von sich gibt oder geben möchte, ist unter dem Mantel der Meinungsfreiheit abgedeckt und legitimiert. Unsere Partner von GGR-Law haben die Top 10 der Kommentar-Straftatbestände aufgelistet, welche in Kommentaren oder in Statusmeldungen zu finden sind:

  • § 185 Beleidigung
  • § 241 Bedrohung
  • § 240 Nötigung
  • § 186 Üble Nachrede
  • § 187 Verleumdung
  • § 111 Öffentliche Aufforderung zu Straftaten
  • § 130 Volksverhetzung
  • § 166 Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen
  • § 189 Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener
  • § 86 Verbreiten von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen

Man muss nicht alles hinnehmen

Als Opfer hat man tatsächlich die Möglichkeit, sich gegen Beleidigung, Nötigung, Bedrohung oder übler Nachrede in Kommentaren juristisch zur Wehr zu setzen.  So beschreibt GGR auch

Ein Einfaches „dich Penner werde ich bekommen. Ich stech dich ab!“ (Bedrohung)
oder „wenn du deinen Artikel nicht löschst, polier ich die die Fresse!“ (Nötigung)
reicht aus, dass man sich plötzlich in einem Strafverfahren befindet.

Wie schon geschrieben, nicht jede “Meinung” wird durch die Meinungsfreiheit legitimiert.

Auch wir …

positionieren uns ganz deutlich gegen Hass im Netz. Wir dürfen es nicht zulassen, dass die Leichtigkeit und Anonymität der Netzwerke uns zum Hass hinreißen lässt. Gleichzeitig dürfen wir es aber auch nicht zulassen, dass Menschen in sozialen Netzwerken zum Opfer von Hass und Drohgebärden werden. Gegen Hasskommentare, Morddrohungen und ähnliche Schmähäußerungen muss man alle legitimen Mittel setzen. Diese Drohgebärden dürfen niemanden von uns einschüchtern, im Gegenteil : sie müssen uns alle dazu animieren, für unsere Freiheit, für unsere Demokratie und für unsere Vielfalt aufzustehen.

Wir dürfen uns durch Drohungen nicht einschränken lassen – wir dürfen niemanden, der im Netz bedroht wird, alleine lassen!

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Weil du diesen Bericht zu Ende gelesen hast…

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