IMMER NOCH werden auf Facebook haufenweise Menschen in abgezockt, indem sie mit gefälschten Facebookprofilen in eine Falle gelockt werden. Uns erreichte WIEDER ein aktueller Fall.

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Hinweis: in dem aktuell vorliegenden Fall hat der Nutzer richtig reagiert und den Code NICHT übergeben!

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Dies ist leider bisher nicht nur eine der aggressiveren und gefährlicheren Varianten des Betrugs bei Facebook, sondern auch bisher wohl die Teuerste.

Hier spielen verschiedene Sicherheitslücken eine Rolle – und den Anfang bildet dabei die Privatsphäreneinstellung des eigenen Profils. Diese Masche der Betrüger ist immer noch in Gebrauch und wird recht häufig – und auch mit Erfolg – verwendet. Und darum geht es im Genauen:

Profilnachbau

Der Nachbau eines Profils, welches der Betrüger aussucht, bildet die Wurzel der Betrugskette. Hierbei muss das Profil eines Nutzers folgende Merkmale aufweisen, die der Betrüger ausnutzen kann:

  • Profilbilder und Titelbilder sind alle öffentlich.
  • Einige normale Bilder und Fotos, so wie junge Kommentare, sind öffentlich
  • Interessen, Herkunft, Wohnort haben ebenfalls den Status öffentlich
  • Freundesliste ist öffentlich einsehbar

Diese vier Punkte treffen auf sehr viele Profile zu und sind jetzt auch keine Merkmale, um das Profil des Nutzers als grob fahrlässig öffentlich zu bezeichnen. Wir haben auch schon etliche Meldungen bekommen, dass das eigene Profil von fremden kopiert worden sei.

Das Originalprofil ist völlig unbeteiligt, die Freunde werden geprellt. Das gefälschte Profil stellt an alle Freunde des Originalprofils Freundschaftsanfragen und “schleicht” sich so heimlich in die Freundeslisten ein. Ist die Freundschaftsanfrage angenommen, nimmt das Betrügerprofil über kurz oder lang Kontakt zu den neu gewonnenen “Freunden” auf. Auch hier haben wir mittlerweile eine große Menge realer Fälle vorliegen.

Schriftverkehr über PN

Irgendwann kommt also eine PN an. In dieser privaten Nachricht fragt die Profilfälschung nach der eigenen Handynummer. An dieser Stelle einmal deutlich: da man ja davon ausgeht, dass es sich um den echten Bekannten handelt (man merkt den Unterschied einfach nicht), geben viele Menschen ihre Rufnummer heraus. Das ist an dieser Stelle glücklicherweise auch noch nicht gefährlich!

Die eigentliche Gefahr tritt im Anschluss auf: die Betrüger bestellen auf diese Rufnummer einen Zahlencode, dessen Eingabe oder Weitergabe eine Zahlung auslöst – zu lasten der Rufnummer! Daher ist es unheimlich wichtig, niemals diese empfangenen Codes weiterzureichen!

Präventive Maßnahmen

1. SUCHE ZUERST NACH EINER KOPIE DEINES KONTOS

Verwende die Facebook-SUCHE und suche einmal deinen Namen. Auch deine Freunde sollten dich bei der Suche unterstützten, denn die Betrüger blockieren meist das ORIGINAL-Profil und so kann es sein, dass es dein Profil 2x gibt, du es aber nicht findest.

Hast du oder einer deiner Freunde eine Kopie entdeckt, dann MELDET das kopierte Profil sofort.

2. VERBERGE DEINE FREUNDESLISTE

Sobald ein Konto die Freundesliste auf “Nur ich” gestellt hat, ist es für die Internetbetrüger bereits uninteressant. Klicke dazu in deinem Profil auf “Freunde” (unter dem Titelbild). Auf der rechten Seite findest du einen “Stift” vor.

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Hier kannst du die Einstellungen für deine Freundesliste einstellen.

3. POSTE WENN MÖGLICH NIE “ÖFFENTLICH”

Es muss nicht immer JEDER alles wissen. Es reicht völlig aus, wenn deine FREUNDE etwas erfahren.
Die Einstellung dafür kannst du direkt im Statusbeitrag einstellen. Dies betrifft reine Textbeiträge aber auch Fotos und Videos.

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4. NIMM BITTE AUCH NOCH FOLGENDE EINSTELLUNGEN VOR:

Inhalte, Kontakte und Suchen

Wer kann deine zukünftigen Beiträge sehen: “Freunde”
Wer kann die Freundschaftsanfragen senden: “Alle” oder “Freunde von Freunden”. Unsere Empfehlung: “Freunde von Freunden”
Wessen Nachrichten sollen in meinem Postfach gefiltert werden: “Strenges Filtern”

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