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Im Moment bekommen wir sehr viele Anfragen zu einem Video auf Facebook wo man auch folgenden Statusbeitrag lesen kann:

In der Heute-Journal Sendung des ZDF vom 12.07.2014 wird eine Ukrainerin vorsätzlich falsch übersetzt. Das ZDF präsentiert dem Zuschauer eine Frau aus dem Osten der Ukraine als gefährliche Terroristin, die damit droht den den ukrainischen Präsidenten Proschenko zu ermorden. In Wirklichkeit sagt die Frau aber etwas vollkommen Gegenteiliges. Mitnichten will sie Proschenko umbringen – für sich und ihre Kinder wünscht sich die Frau einfach nur Ruhe. Diese völlig verdrehte Berichterstattung des ZDF ist keine bedauerliche Ausnahme, sondern schon seit Monaten die Regel. Das belegen diverse durch uns, in den letzten Monaten, veröffentlichte Videos. Der Zuschauer wird pausenlos hinters Licht geführt und betrogen.

Sieht auf Facebook so aus:

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ZDDK-INFO: Auch wir haben den Inhalt des Videos übersetzen lassen und können bestätigen, dass die Übersetzung des ZDF sehr frei war.

ZDF selbst hat dies bereits auch auf Ihrer Facebook Seite bestätigt und die ursprüngliche Übersetzung bearbeitet.

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Klarstellung ZDF

ZDF heute über Google+

In eigener Sache: User kritisieren einen ZDF-Bericht über die Situation in der Ukraine vom 12. Juli 2014. Im Kern richtet sich die Kritik auf den journalistischen Umgang mit Interviewaussagen von Bewohnern der Region, die von einer ukrainischen Militäroffensive betroffen waren.
Es gibt tatsächlich eine Diskrepanz zwischen Übersetzung und russischem Originalton. Der Vorwurf der Manipulation lässt sich dennoch nicht halten. Der Reporter hat eine Interviewpassage vertont, deren Authentizität klar belegbar ist. Der vom Reporter gesprochene Aussage-Abschnitt, „Merk dir mein Gesicht, Poroschenko“, und der von Ihnen im Originalton gehörte Satz „geht weg von uns! Lass uns unsere Kinder in Frieden großziehen!“ stammen aus ein und demselben Interview mit einer Bürgerin aus Luhansk.
Das Material, das der Korrespondent nutzte, ist am 12. Juli 2014 aktuell von der Agentur Reuters produziert und publiziert worden und mit der Vorgangsnummer 6048, 12. 07.2014, 16:58:44 dokumentiert. Im ersten Teil des Interviews sagt die Frau wörtlich [gemeint: die ukrainischen Truppen] „geht weg von uns! Lass uns unsere Kinder in Frieden großziehen!“. Im darauffolgenden zweiten Teil des Interviews sagt die Frau wörtlich, „Merk Dir mein Gesicht, Bastard [in offensichtlichem Bezug zu Präsident Poroschenko].Ich werde persönlich kommen und Dich und Deine Familie töten“. Auf unsere Nachfrage bei der Agentur in London bestätigte uns der Mitarbeiter, der dieses Interview am 12. Juli 2014 vor Ort führte, die Echtheit und Korrektheit der Aussage. Er hatte die Bürgerin in Luhansk ausdrücklich nach ihrer Meinung über Präsident Poroschenko gefragt.
Im Schnitt hat der Korrespondent den Fehler gemacht, die falsche Sequenz des Interviews für das Zitat „Merk dir mein Gesicht…“ zu vertonen. Diese ärgerliche Bild-Text-Schere bedauern wir sehr. Eine inhaltliche Verfälschung des Sachverhalts liegt aber nicht vor. Die Bürgerin hat sich tatsächlich so kritisch über den ukrainischen Präsidenten geäußert, wie im Beitrag zitiert.