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Derzeit wird häufig eine E-Mail versendet, die sich als ING DiBa ausgibt und die Empfänger auf eine gefälschte Webseite lockt. Vorsicht, es handelt sich dabei um einen Phishingversuch!

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Was nur selten erwähnt wird, jedoch sich viele Nutzer fragen: ist mein PC nun mit Viren verseucht? Wir können antworten: Nein, einen Phishingversuch kann auch dann erlitten werden, wenn der Computer virenfrei ist. Phishingmails werden in der Regel blind gestreut versendet, den Betrügern liegen dazu mehr oder weniger gut ausgestattete Datenbanken vor.

Die derzeit versendete Phishingmail in Optik der ING DiBa erkennt man an folgenden Merkmalen:

  • Absender: ING DiBa Kundenservice
  • Inhalt aus mehreren Grafiken, kein Text
  • Schlagwörter: mTan, SmartSecure

Optisch ist sie auf diese Weise gestaltet:

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Diese E-Mail stammt natürlich NICHT von der ING DiBa, die genannten Argumente in der Mail sind gänzlich erfunden und dienen lediglich dazu, die jeweiligen Empfänger in die Irre zu führen und zu ängstigen. Es bekommen auch Menschen diese Mail, die keinen Amazon-Account besitzen, da diese Mail blind gestreut versendet wird.

Kleine Zusatzinfo: diese E-Mail enthält keinen echten Text, sondern ist aus mehreren Grafiken zusammengesetzt. Eine dieser Grafiken (Bestandsdaten prüfen) ist mit einem Link untermalt, welcher auf eine gefälschte Webseite leitet. In unserem Anaylseablauf wurde diese Seite durch unsere Schutzsoftware blockiert.

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Die gefälschte Webseite zeigt sich in ING DiBa Optik und bittet um die Eingabe persönlicher, aber auch sensibler Daten. Wir warnen: bitte an diesen Stellen keine wahrheitsgemäßen Eingaben vornehmen!

Schritt für Schritt: So geht’s Du vor, wenn Du Opfer einer Phishing-Attacke wurdest!

Bei aller Vorsicht kann es dann und wann natürlich trotzdem vorkommen, dass man Opfer einer Phishing-Attacke wurde und seine persönlichen Daten ungewollt Dritten preisgegeben hat. Wichtig ist dann: Nicht in Panik geraten, aber unverzüglich handeln! Damit Du im Fall der Fälle tatsächlich weißt, wie im Ernstfall vorzugehen ist, folgt hier unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Nimm unverzüglich Kontakt mit dem Unternehmen auf, für das deine persönlichen Benutzer- oder Login-Daten geklaut wurden. Bitte telefonisch beim Kundendienst um Sperrung Deines Accounts. Speziell bei Banken ist rund um die Uhr eine Sperr-Hotline erreichbar, die genau für solche und ähnliche Fälle existiert. Schildere Deinen Fall und umgehend wird Dein Account bzw. Benutzerbereich mit den alten Login-Daten nicht mehr erreichbar sein.

2. Melde Dich beim Benutzerkonto an und prüfe, ob Du Dich noch einloggen kannst. Ist dies noch möglich, gehe umgehend zu dem Bereich, in dem Du Deine aktuellen Login-Daten ändern kannst. Lege ein neues Passwort fest und ändere, wenn möglich, auch den Benutzernamen und die hinterlegte Kontaktadresse.

3. Kontrolliere umgehend, ob bereits Kontoänderungen oder Transaktionen vorgenommen wurden, denn meist sind Kriminelle sehr schnell. Überprüfe, ob beispielsweise Waren gekauft oder Abbuchungen vorgenommen wurden, für die Du selbst nicht verantwortlich bist. Sollte dies der Fall sein, informiere sofort den Kundenservice des jeweiligen Anbieters.

4. Dokumentiere alle Auffälligkeiten. Fertige Screenshots an, drucke Kontoauszüge und die Phishing-Mail aus bzw. leite die E-Mail an das Unternehmen weiter, in dessen Namen die Internetkriminellen die Phishing-Mail versendet haben.

5. Kontaktiere einen auf Internetbetrug spezialisierten Rechtsanwalt, schildere ihm Deinen Fall und reiche alle Dokumente ein, die mit dem Betrug in Zusammenhang stehen. Du solltest den Anwalt auch dann kontaktieren, wenn du bis dato noch keinen Schaden verzeichnen konntest.

Übrigens gibt es auch beim Phishing Hoffnung, dass gestohlene Gelder, beispielsweise beim Onlinebanking, durch Banken ersetzt werden. Grundlage dafür bildet das Bürgerliche Gesetzbuch. Nach § 675u BGB sind Zahlungsdienstleister verpflichtet, bei nicht autorisierten Zahlungsvorgängen die entwendeten Zahlungsbeträge zu ersetzen. Allerdings gilt dies nur, wenn der Betroffene seiner Sorgfaltspflicht nachgekommen ist. Weitere Informationen zur Rechtsgrundlage im Schadensfall findest Du hier.

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