Achtung: Gefälschte Nachrichtenartikel zu BitUp und Bitcoin Code

Von | 21. Juni 2019, 12:49

Immer öfter stoßen Nutzer auf gefälschte Nachrichtenartikel, die die Angebote von BitUp und Bitcoin Code bewerben.

Berichtet wird vom „größten Deal der Geschichte“ bei den Fernsehsendungen „Die Höhle der Löwen“ oder „2 Minuten 2 Millionen“. Die Angebote auf bitcoincodesoftapps. com und bitupapp. com sind unseriös und Anleger/innen verlieren ihr Geld!

Wie „Watchlist Internet“ berichtet, erinnert die Aufmachung der Artikel stark an jenes auf bekannten Nachrichtenportalen, sodass die betrügerische Absicht auf den ersten Blick nicht erkennbar ist. Die News mit Titeln wie „Der größte Deal in der Geschichte von „2 Minuten 2 Millionen“, in nur 7 Tagen reich werden! (Ganz im Ernst)“ berichten von unglaublichen Investmentdeals in der Puls 4-Sendung „2Minuten 2 Millionen“ oder der VOX-Sendung „Die Höhle der Löwen“.

Screenshot: Watchlist Internet, Die abgebildeten Personen stehen in keinem Zusammenhang mit den unseriösen Angeboten

In den Fake-News werden BitUp und Bitcoin Code als unglaubliche Verdienstmöglichkeiten für die Durchschnittsbürger/in dargestellt, was zu hohem Interesse der Investor/innen geführt haben soll. Dabei legen die kriminellen Verfasser/innen des Artikels sämtlichen abgebildeten Personen Worte in den Mund, die diese nie gesagt haben.

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Vermeintlich zitiert werden in den Artikeln beispielsweise Michael Altrichter, Leo Hillinger, Florian Gschwandtner und Katharina Schneider aus „2 Minuten 2 Millionen“ sowie Judith Williams, Carsten Maschmeyer und Frank Thelen aus „Die Höhle der Löwen“. Die gezeigten Sendungsausschnitte stammen aus den echten Shows, doch weder BitUp noch Bitcoin Code waren jemals Teil einer Folge und die präsentierten Ideen und Unternehmen waren völlig andere.

Was steckt dahinter?

Kriminelle versuchen durch die erfundenen News-Artikel, Opfer für die Plattformen BitUp und Bitcoin Code anzulocken. Dabei wollen Sie durch die bekannten TV-Shows Vertrauen erwecken und sich als seriöses Unternehmen darstellen, das hohe Gewinnchancen für die Otto Normalverbraucher/in bietet. Alles was dafür nötig sein soll, ist ein Investment in der Höhe von mindestens 250 Euro auf bitcoincodesoftapps.com oder bitupapp.com.

Wie lassen sich die Fake-Artikel erkennen?

Die Websites sehen auf den ersten Blick zwar aus wie so manch seriöse Nachrichtenplattform, doch bei genauerem Hinsehen fällt schnell auf, dass es sich lediglich um Nachahmungen handeln kann. So stimmen die Datierungen nicht und sämtliche Links führen entweder auf die unseriösen Trading-Plattformen, zu demselben Fake-Artikel oder funktionieren gar nicht. Ein Klick aufs Impressum führt beispielsweise direkt zu BitUp, ein Klick auf Sport zum gleichen Artikel. Eine genauere Recherche ergibt außerdem, dass sich einige der abgebildeten Personen bereits von den hier aufgestellten Behauptungen distanziert haben. Auch die Erfahrungsberichte angeblicher Privatpersonen sind nicht echt.

Ähnliches gilt auch für die verlinkten Trading-Plattformen. Auch hier sind keinerlei Informationen über Impressum, Nutzungsbedingungen oder Datenschutzbestimmungen verfügbar und es werden erfundene Erfahrungsberichte angezeigt.

Screenshot: mimikama.at

Was passiert bei einem Investment?

Wenn man den Anweisungen auf BitUp oder Bitcoin Code folgt und Daten angibt, kommt es Erfahrungsberichten nach zu einem Anruf, bei dem alles Weitere abgeklärt werden soll. Außerdem wird automatisch ein Konto bei ELCurrency – eine Trading-Plattform, zu der bereits einige Warnungen zu finden sind – eröffnet. Wer die 250 Euro investiert, fährt schnell die ersten Gewinne ein und wird mitunter zu weiteren Investments ermutigt, um schneller höheren Profit erzielen zu können.

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Eine Auszahlung der Gewinne erweist sich später meist als unmöglich. Nutzer/innen berichten in diesem Zusammenhang von Geldforderungen, die notwendig seien, um die Auszahlungen einleiten zu können. Ein User gibt beispielsweise an, knapp 600.000 Euro auf dem Konto der Plattform zu haben. Für eine Übertragung der Profite sei aber noch eine Zahlung von knapp 10.000 Euro an die Plattform notwendig. Hier werden beispielsweise steuerrechtliche Vorgaben oder Ähnliches als Vorwand genutzt. Wer den Aufforderungen nachkommt, verliert auch dieses Geld, denn die Gewinne existieren nicht. Vorsicht ist auch bei der Übermittlung von Ausweisdokumenten geboten, denn gelangen diese in die falschen Hände, können sie für weitere Verbrechen unter fremder Identität genutzt werden.

Was können Opfer tun?

An die unseriösen Plattformen überwiesenes Geld ist erfahrungsgemäß verloren. Wir raten daher, so schnell wie möglich Kontakt zur eigenen Bank aufzunehmen und eine Rückbuchung der Beträge einzuleiten. Die Chancen auf Erfolg sind dabei leider äußerst gering. Weiters ist polizeiliche Anzeige gegen die Plattformbetreiber/innen zu erstatten. Dabei kann auch das weitere Vorgehen zur Schadensbegrenzung mit den Beamt/innen besprochen werden.

Beratung & Hilfe:

Für konkrete Beratungsanfragen wenden Sie sich bitte an die entsprechenden Stellen, die wir auf der Seite „Beratung & Hilfe“ für Sie aufgelistet haben: www.watchlist-internet.at/beratung-hilfe

Bei dem Inhalt handelt es sich um einen Artikel unseres Kooperationspartners Watchlist Internet
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