Achtung vor gefälschten App Store Rechnungen per E-Mail!

Achtung vor gefälschten App Store Rechnungen per E-Mail!

Von | 9. Oktober 2019, 10:36

Kriminelle fälschen App Store Rechnungen und senden sie wahllos an zahlreiche E-Mail-Adressen. Angeblich wurden Spiele im Wert von rund 80 Euro per Kreditkarte gekauft.

Die App Store Rechnung bieten laut unserem Kooperationspartner Watchlist Internet die Möglichkeit, für die Stornierung und Rückerstattung des Betrages, einem Link zu folgen.

Ignorieren Sie diese Rechnung und klicken Sie nicht auf den Link, denn dieser führt zu einer Phishing-Seite. Im schlimmsten Fall wird Ihr Computer mit Schadsoftware infiziert.

Um an sensible Zugangs- oder Kreditkartendaten zu kommen oder Ihren Computer mit Schadsoftware zu infizieren, versenden Kriminelle gefälschte App Store Rechnungen. Besorgt über einen Kauf, der nicht getätigt wurde, werden Sie dazu verleitet, auf den angeführten Link zu klicken. Dieser Link führt Sie jedoch nicht zu einem Rückerstattungsformular, sondern auf eine gefälschte Apple-Website.

Es wäre auch möglich, dass Sie mit dem Anklicken des Links Schadsoftware herunterladen.

Kriminelle versenden gefälschte App Store Rechnungen per E-Mail. / Quelle: Watchlist Internet

Kriminelle versenden gefälschte App Store Rechnungen per E-Mail. / Quelle: Watchlist Internet

Angebliche Abbuchung

Eine Kreditkartenzahlung, die nicht von Ihnen vorgenommen wurde, kann besorgniserregend sein. Diese Sorge nutzen Kriminelle aus, indem sie im Namen von Apple eine Rechnung fälschen und eine angebliche Abbuchung Ihrer Kreditkarte vortäuschen. Am Ende der Rechnung wird Ihnen jedoch die Stornierung des Kaufes und eine Rückerstattung des Zahlungsbetrages angeboten. Dafür müssen Sie lediglich auf den angeführten Link klicken.

Keinesfalls den Link anklicken

Es ist unsicher, wohin dieser Link führt. Klicken Sie auf den Link werden Sie entweder auf eine gefälschte Apple-Support-Seite weitergeleitet, im schlimmsten Fall wird jedoch automatisiert Schadsoftware auf Ihrem Computer installiert.

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Landen Sie auf einer gefälschten Apple-Login-Seite, werden Sie aufgefordert Ihre Zugangs- und Kreditkartendaten einzugeben. Ihre Daten landen dann direkt in den Händen der Kriminellen.

Ich habe Daten preisgegeben – Was kann ich tun?

Wenn Sie Zugangsdaten eingetippt haben, ändern Sie sofort Ihr Passwort. Haben Sie auch sensible Bank- oder Kreditkartendaten preisgegeben, sollten Sie Ihre Bank oder Ihr Kreditkarteninstitut darüber informieren und eventuell eine Kartensperre veranlassen. Ihr Institut wird Sie dahingehend beraten.

Wie erkenne ich gefälschte E-Mails?

Kriminelle geben sich als bekanntes Unternehmen aus und erfinden einen Vorwand, um an sensible Daten zu kommen. Im Glauben, dieses E-Mail stammt tatsächlich vom besagten Unternehmen, klicken besorgte EmpfängerInnen meist auf Links und geben sensible Daten bekannt. Bevor Sie jedoch auf fragwürde Links klicken, sollten Sie die Echtheit des Schreibens überprüfen:

  • Hinterfragen Sie die Rechnung/das E-Mail: Überprüfen Sie, ob tatsächlich etwas abgebucht wurde oder fragen Sie beim Kreditkarteninstitut nach.
  • Kontrollieren Sie die Absender-E-Mail-Adresse: Auf den ersten Blick scheint es so, als käme diese Rechnung tatsächlich von Apple. Bei näherer Betrachtung der E-Mail-Adresse, erkennen Sie jedoch, dass dieses E-Mail nicht von der offiziellen Apple-Support-E-Mail-Adresse ausgesendet wurde.
  • Fehlende Anrede: Ein weiterer Hinweis, der betrügerische E-Mails entlarvt, ist die fehlende persönliche Anrede. Anreden wie „Sehr geehrter Kunde“ weisen auf eine massenhafte Aussendung dieses Schreibens hin.
  • Vermeintliche Login-Seiten: Führt der Link auf eine Login-Seite, kontrollieren Sie die Webadresse. Eine Phishing-Seite erkennen Sie an einer unplausiblen Webadresse.
  • Rückerstattungen erfolgen gewöhnlich automatisch: Geldrückerstattungen von Unternehmen erfolgen in der Regel auf jenes Zahlungsmittel, mit dem Sie auch bezahlt haben. Haben Sie etwas bezahlt, würde das Unternehmen ohnehin Ihre Kreditkartendaten kennen und sie nicht erst über ein vermeintliches Formular einholen.

Vorsicht bei E-Mail-Anhängen

Öffnen Sie nie leichtfertig E-Mail-Anhänge, vor allem nicht von unbekannten Absenderinnen und Absendern. Darin verbirgt sich in vielen Fällen Schadsoftware, die Ihren Computer lahmlegt. Seien Sie bei Anhängen mit den Endungen .jar, .rar oder .zip vorsichtig. Bedenken Sie jedoch, dass auch eine .docx-Datei Schadsoftware beinhalten kann!

Beratung & Hilfe:

Für konkrete Beratungsanfragen wenden Sie sich bitte an die entsprechenden Stellen, die wir auf der Seite „Beratung & Hilfe“ für Sie aufgelistet haben: www.watchlist-internet.at/beratung-hilfe

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