Pöhl – Am Samstagabend schlug ein 31-jähriger Deutscher in einem Zug der Vogtlandbahn, der auf der Linie Cheb – Zwickau verkehrte, einen 15-jährigen Afghanen krankenhausreif.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Ein Rettungswagen brachte den Geschädigten in eine Klinik, zur Schwere der Verletzungen liegen noch keine Informationen vor. Ein Tatverdächtiger konnte nach Zeugenangaben noch am Abend durch die Bundespolizei ermittelt werden. Nach derzeitigem Kenntnisstand war der Beschuldigte im tschechischen Plesna zusammen mit einem weiteren Mann in den Zug gestiegen.

Nachdem im weiteren Fahrtverlauf der Afghane zusammen mit zwei Syrern eingestiegen war, begann der im Vogtlandkreis wohnhafte Mann Zeugenangaben zufolge die Gruppe mit fremdenfeindlichen Äußerungen zu beleidigen und zeigte dabei auch den sogenannten Hitlergruß. Kurz bevor die Bahn gegen 19:35 Uhr den Haltepunkt Jocketa erreichte, schlug der Beschuldigte dem afghanischen Asylbewerber mit seiner Faust an dessen Kopf.


In Jocketa verließen die Geschädigten den Zug, der Angreifer folgte ihnen, warf den Jugendlichen über ein am Bahnsteig befindliches Geländer, schlug ihn erneut mehrfach mit der Faust auf den Kopf und schließlich sogar den Kopf des Jungen wiederholt auf den Boden, nachdem dieser dort zu Fall gekommen war. Beim Beschuldigten wurde eine alkoholische Beeinflussung von 1,9 Promille festgestellt. Gegen ihn wurden Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung sowie Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet.

Die Bundespolizei sucht weitere Zeugen, die das Tatgeschehen wahrgenommen haben und dazu sachdienliche Angaben machen können.

Hinweise erbittet die Bundespolizeiinspektion Klingenthal, Tel. 037467/2810 oder 0800 6 888 000.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Klingenthal

-Mimikama unterstützen-

Weil du diesen Bericht zu Ende gelesen hast…

Kannst du uns bitte einen kleinen Gefallen tun? Mehr Menschen denn je lesen die Artikel von mimikama.at, aber die Werbeerträge sinken rapide. Anders als andere Organisationen haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten so offen wie möglich halten. Der unabhängige Enthüllungsjournalismus von mimikama.at bedeutet jedoch harte Arbeit, er kostet eine Menge Zeit und auch Geld. Aber wir tun es, weil es wichtig und richtig ist, in Zeiten wie diesen Internetnutzer mit transparenten Informationen zu versorgen. Wir hoffen, dass du es schätzt, dass es keine Bezahlschranke gibt: Unserer Auffassung nach ist es demokratischer für Medien, für alle zugänglich zu sein und nicht nur für ein paar wenige, die sich dieses "Gut" leisten können. Durch deine Unterstützung bekommen auch jene einen Zugang zu diesen Informationen, die es sich sonst nicht leisten könnten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben.

Folgende Unterstützungsmöglichkeiten bieten wir an: via PayPal, via Patreon, via Steady