Gaffer auf der Autobahn: Diese Maßnahme hat die Polizei nun ergriffen!
Gaffer auf der Autobahn: Diese Maßnahme hat die Polizei nun ergriffen!
Kannst du uns einen kleinen Gefallen tun? Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und hilfreich findet, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben. Folgende Möglichkeiten bieten wir an: via PayPal,via Steady, via Banküberweisung

Gaffer auf der A44 haben einen Sterbenden gefilmt. Die Polizei findet dieses Verhalten so verstörend, dass sie Bilder der Gaffer veröffentlicht hat.

- Sponsorenliebe | Werbung -

Die Polizei Dortmund veröffentlichte auf Facebook folgende Meldung: Gaffer filmten Reanimationsmaßnahmen von der Gegenseite – Polizei fotografiert mehrere Tatverdächtige!

Ein tragischer Fall: Eine Familie befindet sich am Mittwoch, 24. Oktober, auf einer gemeinsamen Fahrt auf der A44 in Richtung Kassel. Plötzlich wird dem Ehemann am Steuer schlecht und er verliert das Bewusstsein.

Die Ehefrau kann das Familienauto (aus Rücksicht auf die Angehörigen verzichten wir auf Details) im letzten Moment noch auf den Seitenstreifen lenken. Sie verständigt die Polizei Unna, die wiederum die Rettungskette in Gang setzt.

Wenig später trifft der Notarzt ein. Rettungssanitäter kämpfen um das Leben des Ehemanns der bereits länger bewusstlos ist.

Gleichzeitig spielt sich auf der Richtungsfahrbahn Dortmund Unverständliches ab; Gaffer reduzieren die Geschwindigkeit ihrer Fahrzeuge auf dem linken Fahrstreifen, um besser den Kampf des Notarztes um das Leben des Familienvaters filmen zu können.

Wir finden das verstörend. Daher haben die Kollegen vor Ort auch konsequent Bilder von diesen Fahrzeugführern gemacht, die in Kürze Post zu erwarten haben. Post in der sie von der Einleitung eines Strafverfahrens bzw. einer Ordnungswidrigkeit gegen sie lesen können.

Wir finden es nicht nur schlimm, dass man sich so an dem Leid anderer ergötzen möchte. Wir finden es noch bedenklicher, dass jenes egozentrische Verhalten auch noch dazu führt, dass man sich und andere Verkehrsteilnehmer dadurch in Lebensgefahr bringt.

Wer sein Fahrzeug auf dem linken Fahrstreifen einer Autobahn so weit herunterbremst, dass man möglichst gut das Leid von anderen filmen kann, handelt bewusst genauso.

Der Familienvater verstarb noch vor Ort.

via Polizei NRW Dortmund

-Mimikama unterstützen-

Weil du diesen Bericht zu Ende gelesen hast…

Kannst du uns bitte einen kleinen Gefallen tun? Mehr Menschen denn je lesen die Artikel von mimikama.at, aber die Werbeerträge sinken rapide. Anders als andere Organisationen haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten so offen wie möglich halten. Der unabhängige Enthüllungsjournalismus von mimikama.at bedeutet jedoch harte Arbeit, er kostet eine Menge Zeit und auch Geld. Aber wir tun es, weil es wichtig und richtig ist, in Zeiten wie diesen Internetnutzer mit transparenten Informationen zu versorgen. Wir hoffen, dass du es schätzt, dass es keine Bezahlschranke gibt: Unserer Auffassung nach ist es demokratischer für Medien, für alle zugänglich zu sein und nicht nur für ein paar wenige, die sich dieses "Gut" leisten können. Durch deine Unterstützung bekommen auch jene einen Zugang zu diesen Informationen, die es sich sonst nicht leisten könnten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben.

Folgende Unterstützungsmöglichkeiten bieten wir an: via PayPal,via Steady