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Ein Statusbeitrag bzw. eine Information, die bereits im Jahre 2016 die Runde im Netz machte, sorgt im Moment abermals für Aufsehen. Diese ist auch der Grund, warum wir abermals dieses Thema behandeln.

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Wer einen alten Führerschein besitzt, der sollte bis zum Jahr 2033 Zeit für den Umtausch auf das Scheckkartenformat haben. Der Bundesrat will jedoch das Verfallsdatum vorziehen.

Es handelt sich um die Behauptung, dass alle Führerschein, die vor dem Jahr 2013 ausgestellt wurden, verfallen!

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Bereits im Sommer 2016 gab es die große Diskussion um Führerscheine und deren Umtausch. Viele Webseiten machten sich diese Diskussion zunutze und bauschten ihre Meldungen auf. Doch worum es am Ende geht, ist eher einfach und undramatisch.

Seit 2013 gelten neu ausgestellte Führerscheine nur noch 15 Jahre.

Das kann man wie ein Personalausweis sehen: man muss nicht nach 15 Jahren wieder eine Fahrprüfung machen, sondern den Führerschein in dem Sinne verlängern. Es geht hier um Fälschungsschutz, aber auch darum, dass die angegebenen Daten und auch das dargestellte Foto immer halbwegs aktuell und somit nachvollziehbar ist. (Ganz ehrlich: jeder „Lappenbesitzer“ zeigt doch immer gerne mit großem Schmunzeln das Foto im eigenen Führerschein, gerade weil es hoffnungslos veraltet ist.)

Etwas komplizierter ist es bei den alten „Lappen“, an denen viele Menschen durchaus hängen. Alle VOR 2013 ausgestellten Fahrerlaubnisse sollten eigentlich noch bis zum Jahr 2033 ihre Gültigkeit behalten. Damit aber nun nicht die vielen Millionen Nostalgiefans alle 2033 zum Stichtag einen neuen Führerschein haben müssen, gibt es eine Empfehlung des Verkehrsausschusses an den Bundesrat (hier).

Hier geht es nun um einen Stufenplan, um die Behörden nicht zum Kollabieren zu bringen. Ebenso liest man hier auch, dass Personen, deren Führerschein VOR 1953 ausgestellt wurde, davon per se ausgenommen sind:

Personen mit Geburtsjahrgang vor 1953 sind vom vorgezogenen Umtausch ausgenommen. Damit soll ihnen erspart werden, ihren Führerschein umtauschen zu müssen, obwohl altersbedingt nicht sicher ist, ob sie nach dem Stichtag des 19. Januar 2033 von ihrer Fahrerlaubnis Gebrauch machen möchten und dafür einen weiter gültigen Führerschein benötigen.

ie geplanten Regelungen zum „vorgezogenen Führerscheinumtausch“ seien notwendig, um die Behörden zu entlasten. Mit der Neuregelung würde sichergestellt, dass die Behörden die Vielzahl der künftigen Anträge bewältigen könnten.

Der Umstieg auf die Karte (den neuen Führerschein) erfordert keine neue Fahrprüfung oder Gesundheitstest, also kann man tief durchatmen. Alles andere ist Panikmacherei.

Die Polizei wird erleichtert sein, sobald alle Führerscheine die selbe Form und den selben Inhalt an den selben Stellen enthalten, denn bisher müssen die Polizisten hunderte Plastikkarten und Papierscheine unterscheiden müssen.

Die Staffelung in der Übersicht

Bei Führerscheinen, die bis einschließlich 31. Dezember 1998 ausgestellt worden sind, gilt das Geburtsjahr des Fahrers.

  • Geburtsjahr vor 1953: Umtausch bis 19.01.2033;
  • Geburtsjahr 1953-1958: Umtausch bis 19.01.2021;
  • Geburtsjahr 1959 bis 1964: Umtausch bis 19.01.2022;
  • 1965 bis 1970: Umtausch bis 19.01.2023;
  • 1971 oder später: Umtausch bis 19.01.2024.

Bei Führerscheinen, die ab dem 1. Januar 1999 ausgestellt wurden, gilt das Ausstellungsjahr.

  • 1999 bis 2000: Umtausch bis 19.01.2025;
  • 2001 bis 2002: Umtausch bis 19.01.2026;
  • 2003 bis 2004:  Umtausch bis 19.01.2027;
  • 2005 bis 2006: Umtausch bis 19.01.2028;
  • 2007 bis 2008: Umtausch bis 19.02.2029;
  • 2009: Umtausch bis 19.01.2030;
  • 2010: Umtausch bis 19.02.2031;
  • 2011: Umtausch bis 19.01.2032;
  • 2012 bis 18.01.2013: Umtausch bis 19.01.2033