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Die Befürchtung, dass mit den Flüchtlingen auch IS-Kämpfer nach Deutschland kommen, ist nicht gänzlich unbegründet.

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Nun will aber ein aktueller Artikel einer englischen Seite den Beweis haben, dass dem so ist… doch entsprechen die Bilder den aktuellen Ereignissen?

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„And so It begins…ISIS Flag Among Refugees in Germany Fighting the Police“

Auf Deutsch: „Und so fängt es an… die IS-Flagge unter Flüchtlingen, die die Polizei bekämpfen“

Übrigens: Entgegen dem Vorschaubild dieses Artikels handelt es sich nicht um ein Video jener Attacken, sondern nur um ein Bild. Davon aber mal abgesehen, ist dieses Bild tatsächlich echt!

Im weiteren Verlauf berichtet der Artikel, dass sich bereits 4000 IS-Kämpfer in Europa befinden würden, hereingeschmuggelt als Flüchtlinge. Diese Aussage eines anonymen IS-Schmugglers lassen wir mal einfach so stehen. Wir wissen nicht, warum der IS seinen Schmugglern erlaubt, wie ein Film-Bösewicht alle Pläne vorher zu verraten. Dies könnte auch eine Einschüchterungstaktik sein, die für den IS nicht ungewöhnlich wäre. Lassen wir dies also mal hier außer acht und wenden uns dem frischen „Beweisbild“ zu.

Ein echtes Bild – aber auch aktuell?

Ja, das Bild ist aus Deutschland. Kein Photoshop-Künstler musste hier tätig werden. Wir sehen deutsche Polizisten, wir sehen offensichtliche Muslime, wir sehen die IS-Flagge.
Allerdings ist dies kein aktuelles Bild der Zustände in Deutschland, sondern stammt vom 1. Mai 2012.

Was war damals los?

An jenem ersten Maitag 2012 gab es in Solingen eine Kundgebung von „Pro NRW“, als eine Gruppe von 40 Salafisten aus dem Hinterhof einer Moschee auftauchte und begann, mit Steinen zu werfen, wobei vier Menschen, darunter drei Polizisten, Verletzungen erlitten.
38 mutmaßliche Salafisten wurden verhaftet, zwei davon wurden vor Gericht gestellt und verurteilt.

Deutschland und der IS

Nicht nur aufgrund der damaligen Ereignisse, derer gab es einige, beschloss Innenminister Thomas de Maizière, dass ab dem 12. September 2014, 12 Uhr, die Terrorgruppe Islamischer Staat in Deutschland verboten ist, jenes Verbot umfasse „sämtliche Beteiligungen“ an der Organisation, etwa über soziale Medien, bei Demonstrationen oder der Anwerbung von Geldern und Kämpfern für IS.

Fazit:

Wir wissen natürlich nicht, wie viele IS-Kämpfer tatsächlich über Flüchtlingswege nach Deutschland gekommen sind. Konkrete Hinweise darauf gibt es derzeit nicht, außer der Aussage eines „anonymen IS-Schmugglers“.
Was wir jedoch wissen, ist, dass jenes „frisch geleakte“ Beweisbild nicht nur nicht geleakt ist (es findet sich massenhaft im Internet), sondern auch schon über drei Jahre alt ist und keinesfalls der Beweis ist, dass sich IS-Kämpfer unter den Flüchtlingen befinden.

Es ist nichts Verkehrtes daran, Befürchtungen zu haben. Wie schon eingangs erwähnt, besteht durchaus die Möglichkeit, dass IS-Kämpfer den Weg nach Deutschland dadurch gefunden haben. Es ist jedoch sehr verkehrt, durch ein altes Bild eine unnötige Panik zu verbreiten und die derzeitige Hetze gegen Flüchtlinge weiter anzufachen!

Autor: Ralf, mimikama.at

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