Diese Liste soll aufzeigen, in welchen Produkten menschliche Föten als Geschmacksverstärker dienen. Stimmt das?

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Wir erhielten eine besorgte Anfrage zu einem uns bereits bekannten Artikel.

Es geht darum, dass hier die Behauptung in den Raum geworfen wird, dass menschliche Föten als Geschmacksverstärker in Lebensmitteln zum Einsatz kommen.

Der Artikel ist derselbe, doch die Web-Adresse eine andere.

Um diesen Artikel geht es:

2018-01-11_08_05_59-(99)_mimikama_–_Opera

Bild im Klartext:

Hallo Leute, ist da etwas dran? Link

Menschliche Körperteile als Lebensmittel-Zusatz – Liste von Produkten von menschlichen Föten als Geschmacksverstärker / news-for-friends.de

GesundheitMenschliche Körperteile als Lebensmittel-Zusatz – Liste von Produkten von menschlichen Föten als Geschmacksverstärker Von nfriends – 12. August 2017 0 2503 Teilen auf Facebook Tweet auf Twitter…

Alles nur Fake?

Nein. Tatsächlich gibt es einen Zusammenhang zwischen dem menschlichen Fötus und dem Geschmacksverstärker.

Es wandern jedoch KEINE menschlichen Zellen direkt in den Geschmacksverstärker!

HEK-293:

1973 entwickelte die Firma Senomyx eine möglichst einfache und schnelle Methode zur Herstellung zukünftiger Geschmacksverstärker in Getränken und Lebensmitteln.

Dazu wurden die Nierenzellen eines abgetriebenen Fötus aus den Niederlanden zu Hilfe genommen.

Jene Zellen mit dem Namen HEK-293 (Human Embryonic Kidney) wurden seit den 70er Jahren von Senomyx weiter kultiviert und finden auch heute noch bei der Entwicklung von Geschmacksverstärkern Verwendung.

Das Patent dazu wurde an verschiedene Firmen verkauft. Dazu zählen unter anderem Nestlé, Pepsi und Coca-Cola.

Wer es wissenschaftlich mag, kann sich hier eine englischsprachige Abhandlung zu dem Thema durchlesen.

Ergebnis:

Es werden die kultivierten Nierenzellen eines (!) abgetriebenen Fötus aus den 70er Jahren dazu verwendet, neue Geschmacksverstärker zu entwickeln.

Die Zellen dienen aber nur zur Entwicklung und Definition neuer Geschmacksverstärker. Die Zellen selbst wandern nicht (!) in den Geschmackverstärker.

-Mimikama unterstützen-

Weil du diesen Bericht zu Ende gelesen hast…

Kannst du uns bitte einen kleinen Gefallen tun? Mehr Menschen denn je lesen die Artikel von mimikama.at, aber die Werbeerträge sinken rapide. Anders als andere Organisationen haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten so offen wie möglich halten. Der unabhängige Enthüllungsjournalismus von mimikama.at bedeutet jedoch harte Arbeit, er kostet eine Menge Zeit und auch Geld. Aber wir tun es, weil es wichtig und richtig ist, in Zeiten wie diesen Internetnutzer mit transparenten Informationen zu versorgen. Wir hoffen, dass du es schätzt, dass es keine Bezahlschranke gibt: Unserer Auffassung nach ist es demokratischer für Medien, für alle zugänglich zu sein und nicht nur für ein paar wenige, die sich dieses "Gut" leisten können. Durch deine Unterstützung bekommen auch jene einen Zugang zu diesen Informationen, die es sich sonst nicht leisten könnten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben.

Folgende Unterstützungsmöglichkeiten bieten wir an: via PayPal, via Patreon, via Steady