Abermals wird auf Facebook ein Image geteilt, welches eine Flyer zeigt der wieder mal wird ein Hundeverbot gefordert, angeblich von Muslime.

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Dort ist auf Englisch zu lesen, dass eine Organisation namens „For Public Purity“ („Für öffentliche Reinheit“) fordert, dass die Anzahl der Hunde in der Öffentlichkeit eingeschränkt werden muss, da sich die muslimische Gemeinde dadurch gestört fühle.

Da wir bereits im Jahre 2016 darüber berichtet haben können wir sofort aufklären:

Ist das Flugblatt echt?

Tatsächlich fanden viele Einwohner Manchesters in Großbritannien und umliegenden Städten jene Flyer im Juli 2016 in ihren Briefkästen. Kurzzeitig existierte auch die auf dem Flyer erwähnte Webseite, welche mittlerweile offline ist, hier aber jedoch noch eingesehen werden kann.

Wer steckt dahinter?

Das wird wohl im Dunklen bleiben, da weder der Flyer noch die Webseite irgendwelche Kontaktdaten enthielt. Auch die Facebookseite der Gruppe gibt keinerlei Hinweise und wird seit Juli 2016 nicht mehr gepflegt.

Was sagen Muslime zu diesem Flugblatt?

Die Seite „Manchester Evening News“ wollte es genauer wissen und befragte dazu dort lebende Muslime:

Fayyaz Ali, 39, aus Salford:

„Das muss ein Scam sein. Ich bin Muslime, und das muslimische Gesetz besagt, dass man, wenn man in einem nichtmuslimischen Land lebt, also England, die Gesetze dieses Landes zu achten hat.
Die muslimischen Gesetze zählen hier nicht. Beispielsweise kommen meine Eltern aus Pakistan. Hätte ich ein Problem mit den Gesetzen hier, müsste ich einfach wieder zurückkehren.

Ich finde es gut, dass ich hier leben darf, aber wir sollten respektieren, wie die Menschen hier leben. Wir sollten ein Teil der Gesellschaft sein, anstatt unsere eigene kleine Gesellschaft zu bilden.“

Naeem Hassan, Stadtrat von Cheetam Hill:

„In unserem Haus in Pakistan haben wir Hunde, und viele meiner Freunde haben ebenfalls Hunde. Bevor wir beten, reinigen wir uns und halten uns von den Tieren fern, aber Muslime halten sehr wohl auch Hunde im Haus.

Ich denke, da möchte jemand einfach nur Zwietracht säen. Ich sehe keinerlei Probleme, die Leute sollten den Flyer einfach ignorieren. In den 30 Jahren, in denen ich hier lebe, kam noch nie ein Muslim zu mir und hat darüber eine Beschwerde vorgebracht.“

Fazit:

Wir berichteten bereits mehrmals über angebliche Hundeverbote, doch auch hierbei handelt es sich um nichts anderes als Gekläffe.

Pöbelnde Kleingeister nutzen das ungenügende Wissen darüber, wie Muslime und Hunde zueinanderstehen, wissen meist nur, dass die Tiere als unrein angesehen werden und basteln sich daraus ihre eigene kleine Verschwörungstheorie, dass Muslime Hundehaltung verbieten wollen.

So wurde hier ein anonymer Flyer gedruckt + Webseite + Facebook-Seite, um so richtig schön die Gemüter gegeneinander aufzuhetzen. „Geholfen“ hat es aber nicht.

Die Bürger von Manchester nahmen diese anonyme Forderung einer mittlerweile wohl eingestampften Organisation eher gelassen. Und das sollten wir auch.

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