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Würdest du in einem Flatrate-Supermarkt einkaufen wollen?

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Einen monatlichen Beitrag leisten und um ein Vielfaches einkaufen gehen? Klingt nach Zukunftsmusik und nach einer Ideenvorstellung, die viele begeistern würde – und das tut es offensichtlich auch.

Wie der ORF berichtet, gibt es in Österreich nun den ersten Flatrate-Markt mit dem Namen “Weekend Supermarkt”. Für nur 9,99 Euro im Monat kann man sich Waren im Wert bis zu 300 Euro insgesamt in den Einkaufswagen packen.

Das Modell scheint beliebt zu sein. Alle Probe-Mitgliedschaften sind ausverkauft und 1.000 weitere warten darauf, ebenfalls auf Flatrate einkaufen zu dürfen.

Angeboten werden Waren, die es im Supermarkt größtenteils noch nicht zu kaufen gibt. An die 360 verschiedene Produkte werden angeboten. Die Kunden dürfen sich monatlich 20 Waren aussuchen.

Aber wie funktioniert das im Detail?

Wie bereits erwähnt, setzt der Supermarkt eine Mitgliedschaft voraus, die monatlich zu bezahlen ist. Man zahlt 9,90 pro Monat und kann Waren im Wert von bis zu 300 Euro mitnehmen. Man muss aber dafür bereit sein, persönliche Daten preiszugeben.

Diese Mitgliedschaften sind zur Zeit noch auf 1.000 Mitglieder limitiert.

Aber man bezahlt diese Flatrate natürlich nicht nur ausschließlich mit barem Geld, sondern auch mit etwas weitaus Wertvollerem: seinen persönlichen Daten.

Der Weekend Supermarkt ist nämlich kein herkömmlicher Supermarkt, sondern auch ein Marketing-Tool und soll bei der Marktforschung helfen.

Was kommt gut an, was lohnt sich nicht in die heimischen Supermärkte zu bringen, welche Gesellschaftsschicht greift bei welchem Produkt zu?

Die Kunden geben alles preis, was für die Industrie von Bedeutung ist. So werden auch Daten erhoben wie Alter, Geschlecht, Einkommen und Beruf.

Datenschutzverordnung 2018

Im Mai 2018 tritt eine Datenschutzverordnung in Kraft, welcher der Weekend Supermarkt nach eigenen Aussagen bereits entspricht.

Die Daten seien somit alle anonymisiert und den Kunden scheint es absolut klar zu sein, dass sie ihre persönlichen Daten an rund 100 Produkthersteller weitergeben.

Laut Initiator Thomas Perdolt sei der Ansturm deshalb gewaltig und man komme mit dem Nachschlichten gar nicht mehr hinterher.

Stellt sich für uns die Frage: Sind in der heutigen Zeit persönliche Daten für einen selbst wirklich nicht so wichtig?

Denn genau genommen werden diese Daten dazu verwendet, um diverse Produkte so maßzuschneidern, dass wir sie unbedingt haben wollen – aber brauchen wir sie schlussendlich auch?