Finanzielle Sicherheit nimmt bei vielen Menschen einen hohen Stellenwert im Leben ein. Finnland testet nun als erstes Land das Modell eines bedingungslosen Grundeinkommens.

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Wie die ‘Frankfurter Allgemeine’ und der ‘Kurier’ berichten, wird in Finnland nun das bedingungslose Grundeinkommen an 2000 Arbeitslosen getestet.

Hierbei sollen willkürlich ausgeloste Arbeitslose zwischen 25 und 58 Jahren, die im November 2016 Arbeitslosengeld oder –unterstützung erhielten, im Monat 560 Euro bekommen.

Sie erfahren erst kurz vor Silvester, ob sie Teil des Tests sind. Ablehnen können sie nicht.

Dieses Grundeinkommen ist an keinerlei Bedingungen geknüpft, noch muss es versteuert werden. Man kann ohne finanzielle Nachteile dazuverdienen.

Große Hoffnungen

“Mit diesem Testballon auf nationaler Ebene sei Finnland weltweit das erste Land, das ein bedingungsloses Grundeinkommen auszahlt,”

sagt Marjukka Turunen vom finnischen Sozialversicherungsinstitut Kela, das das Experiment begleitet.

Finnland will herausfinden, ob ein Grundeinkommen mehr Menschen motiviert, Jobs anzunehmen und das soziale System des Landes vereinfacht. Auch unnötige Bürokratie soll damit gemindert werden, da Arbeitslose ständig dazu gezwungen sind Formulare auszufüllen und Anträge zu stellen.

“Außerdem gibt es den Menschen finanzielle Sicherheit. Sie können sich darauf verlassen, dass das Geld pünktlich kommt. Was sie damit machen, ist ihre Sache,”

sagt Turunen.

Getestete haben freie Hand

Eine Überwachung, was die Probanden mit dem Geld machen, wird es nicht geben, da dies das Testergebnis beeinflussen würde.

Das Experiment ist auf zwei Jahre beschränkt, danach wird ausgewertet.

Das Grundeinkommen sorgte schon vor einem Jahr für Gespräche in Finnland, auch andere Länder beschäftigen sich mit dem Thema.

Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Dalia Research sind 64 Prozent der EU-Bürger pro Grundeinkommen.

Quellen: Frankfurter Allgemeine, Kurier

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