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Nein, wir haben es hier nicht mit hintergangenen Eheverhältnissen zu tun, sondern mit einer gefährlichen Abzockmasche über Kleinanzeigenportale: Betrüger nutzen gezielt aus, dass es keinen persönlichen Kontakt zwischen Käufern und Verkäufern gibt. Mit einer kleinen Trick legen Betrüger die Verkäufer und Käufer aufs Kreuz!

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Und wieder zeigt sich: Verbrechen finden im Grunde immer öfter online statt. Hier macht man sich seltener die Finger schmutzig und es ist selten verfolgbar, wer der oder die Täter sind. Die Anonymität, bzw. falsche Identitäten spielen beim Dreiecksbetrug auch eine Rolle, denn am Ende landet die Ware bei einem Betrüger, der natürlich mit falschem Namen und einer Postadresse arbeitet, an der er nicht wohnt.

Es gibt zwei Varianten, wie dieser Betrug enden kann: entweder sitzt am Ende der Verkäufer ohne Geld und ohne Ware da, ist also das Opfer des Dreiecksbetrugs, oder aber der ehrliche Käufer sitzt am Ende ohne Geld und Ware da. Das hängt rein von der Bezahlmethode ab, mit dessen Hilfe die Ware bezahlt wird. Doch zunächst:

Wie funktioniert der Dreiecksbetrug?

Leider sehr einfach! In einem kurzen Video von Computerbild ist die Methode des Dreiecksbetrugs recht einfach und nachvollziehbar dargestellt.

In diesem Video ist letztendlich der Verkäufer der Verlierer, da die Bezahlmethode PayPal angewendet wurde.

Kurz im Überblick: Betrüger gehen mit ehrlichen Verkäufern ein Kaufverhältnis über ein Kleinanzeigenportal ein. Hier wird beispielsweise eine hochwertige Ware angeboten. Die Betrüger kündigen an, den Betrag in den nächsten Tagen über PayPal zu zahlen und geben dem Verkäufer eine Lieferadresse an, an die der erworbene Artikel versendet werden soll. Anstatt jedoch zu zahlen, bieten sie selbst denselben Artikel zum Verkauf an.

Nun Kommt ein ehrlicher Käufer ins Spiel, der diesen Artikel aus dem betrügerischen Inserat kaufen will. Der Betrüger leitet nun die PayPal-Adresse des ehrlichen Käufers an den ehrlichen Verkäufer weiter, dieser zahlt also den Betrag unwissend an eine fremde Adresse. Der ehrliche Verkäufer, welcher in Erwartung einer Zahlung ist, bekommt den Geldeingang und versendet den Artikel. Dummerweise jedoch an die Lieferadresse des Betrügers, da der ehrliche Verkäufer von dem fingierten Inserat ja nichts weiß. Somit erhält der Betrüger die Ware, welche ein ehrlicher Käufer für ihn zahlt.

Variante 1: PayPal

Wurde also via PayPal gezahlt, dürfte der ehrliche Käufer sein Geld zurückfordern und damit auch Erfolg haben, da er ja keine Ware bekommen hat. Der Verkäufer hat also am Ende weder Geld, noch Ware.

Variante 2: Vorkasse Überweisung

Der ehrliche Käufer überweist den Betrag, der ehrliche Verkäufer versendet nach Geldeingang an die Lieferadresse des Betrügers. Das Geld kann nicht mehr zurückgeholt werden und der ehrliche Käufer ist am Ende der Verlierer.

Die 5 Tipps aus dem Computerbild Artikel

Das kannst Du machen, um das Risiko zu minimieren:

  1. Bei PayPal-Zahlungen Adressen und Beschreibungen abgleichen! Auch bei PayPal werden Lieferadressen hinterlegt, sollte diese von der Lieferadresse abweichen, sollte man vorsichtig werden.
  2. Sicherer Versand! Wenn schon versendet werden muss, dann versende nach Möglichkeit ausschließlich per Einschreiben oder als versichertes Paket. Das hilft zwar einem ehrlichen Käufer in diesem Falle nicht, jedoch dem ehrlichen Verkäufer, da er seinen Versand nachweisen kann.
  3. Leider auch nur ein Schutz für Verkäufer: die Originalrechnung aufbewahren und alle Abläufe dokumentieren. So schließt man zusätzlich aus, dass man  vielleicht gar ein falsches Gerät als angebliche Retoure untergemogelt bekommt.
  4. Gesunde Skepsis! Und zwar bei allen Verkäufen und Käufen. Vertrauen kann man in erster Linie nur sich selbst. Jede Art von Ungereimtheiten sollte mit Vorsicht behandelt werden.
  5. Abholung und Barzahlung! Das dürfte der sicherste Weg sein. Im Zweifel vor Ort auch die Zahlung und Übergabe quittieren, ebenso das Geld auf Echtheit prüfen.

Artikelvorschau: William Potter / Shutterstock.com