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Wiesbaden – In einem Ermittlungskomplex der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main – Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) – und des Bundeskriminalamts (BKA) u. a. wegen des Verdachts des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln und Waffen über eine deutschsprachige Darknet-Plattform, haben Beamte des BKA mit Unterstützung von Spezialkräften der Bundespolizei am Abend des 8. Juni 2017 in Karlsruhe einen 30-jährigen Beschuldigten aus Karlsruhe festgenommen und dessen Wohnung durchsucht.

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Der Beschuldigte steht im Verdacht, seit März 2013 als alleiniger Administrator eine große deutschsprachige Darknet-Plattform betrieben zu haben. Die als Forum aufgebaute Plattform, auf der zuletzt über 20.000 Mitglieder registriert waren, verfügte unter anderem über eine Marktplatz-Sektion, über die zahlreiche illegale Handelsgeschäfte, insbesondere Drogen- und Waffenverkäufe, angebahnt wurden.

Darüber hinaus konnten über die Plattform auch Falschgeld, gefälschte Personalausweise, ausgespähte Kreditkartendaten und Kundenkonten auf Internethandelsplattformen sowie gefälschte Bankkonten erlangt werden. Auch die Anbahnung des Erwerbs der bei dem Amoklauf in München am 22. Juli 2016 eingesetzten Waffe erfolgte über diese Plattform.

Der Identifizierung des Tatverdächtigen gingen monatelange verdeckte Ermittlungen voraus. Anlässlich der Durchsuchung konnten zahlreiche Beweismittel, insbesondere Computer, Datenträger sowie geringe Mengen Betäubungsmittel sichergestellt werden.

Darüber hinaus gelang es, den Server, über den die Plattform betrieben wurde, zu lokalisieren und zu beschlagnahmen. Auf die Webseite der Plattform wurde ein Sicherstellungsbanner hochgeladen.

Der Beschuldigte ist am 09. Juni 2017 dem Haftrichter am Amtsgericht Karlsruhe vorgeführt worden, der einen bereits erlassenen Haftbefehl des Amtsgerichts Gießen wegen des Verdachts der Beihilfe zum unerlaubten Handeltreiben mit Waffen und Betäubungsmitteln verkündet hat. Der Beschuldigte befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Bundeskriminalamt bedanken sich bei den Polizeibehörden des Landes Baden-Württemberg sowie der Bundespolizei für die hervorragende Zusammenarbeit.

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