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Datenschutzrisiko aufgrund oft schlechter Sicherheit

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Das FBI hat Eltern gewarnt, dass mit dem Internet verbundenes intelligentes Spielzeug eine ernsthafte Gefahr für die Privatsphäre und Sicherheit von Kindern darstellen kann.

Denn mit diversen Sensoren von GPS bis hin zu Mikrofon und Kamera sammeln die Spielsachen eine Menge Daten. Diese können oft leicht in falsche Hände geraten.

„Durch eine schnelle Markteinführung und einfache Handhabung kommen Sicherheitsmaßnahmen für die Spielzeuge oft zu kurz“,

so die Behörde.

Daten-Goldmine

Das Informationszeitalter macht auch vor Spielzeug nicht Halt, zunehmend werden auch Puppen und andere Spielsachen zum vernetzten Internet der Dinge.

Mikrofon und Kamera sind gängig für Unterhaltungszwecke verbaut, auch zusätzliche Features wie GPS häufig vorhanden. Das macht die Geräte zum Risiko.

„Informationen wie der Name des Kindes, seine Schule, Vorlieben und Abneigungen sowie Aktivitäten können durch normale Konversation mit dem Spielzeug oder in der Umgebung preisgegeben werden“,

warnt das FBI.

Vor allem in Verbindung mit der Internetanbindung sei diese Datensammlung potenziell bedenklich.

Unter anderem warnt das FBI, dass schon die Nutzungsbedingungen eine Datenweitergabe auch an Dritte vorsehen können. So gäbe es Spielzeug, bei dem die Software zur Spracherkennung von einem Drittanbieter kommt.

Zudem mangele es oft an Sicherheitsvorkehrungen, beispielsweise einer ordentlichen Verschlüsselung bei der Datenübertragung und -speicherung. Das ist nicht wirklich überraschend, denn smarte Spielsachen sind einfach Geräte in jenem Internet der Dinge, das Experten zufolge allgemein eher einfach und günstig als tatsächlich sicher ist.

Doch sind hier ganz speziell Kinder, die selbst kaum gegensteuern können, den damit verbundenen Risiken ausgesetzt.

Das FBI warnt außerdem, dass Angreifer auch versuchen könnten, intelligente Spielzeuge via WLAN oder Bluetooth für ihre Zwecke zu missbrauchen.

Daher mahnt die US-Bundesbehörde, dass Verbraucher bei solchen Produkten online recherchieren sollten, ob Sicherheitsforscher oder Konsumentenschützer Probleme ausgemacht haben.

Während die FBI-Warnung in den USA helfen könnte, die Öffentlichkeit bezüglich der Risiken des vernetzten Spielzeuges wachzurütteln, mag sie nach heimischen Datenschutz-Standards sogar etwas halbherzig wirken.

Immerhin hat das Thema in Deutschland bereits viel höhere Wellen geschlagen, als die Bundesnetzagentur im Februar 2017 die Puppe „My Friend Cayla“ als verbotenes Spionagegerät bezeichnet und mit einem Verkaufsverbot belegt hat.