Coburg – Eine größere Menge Bargeld ergaunerte Freitagnacht ein bislang Unbekannter, der sich am Telefon als Polizeibeamter ausgab. Die Kriminalpolizei Coburg ermittelt und warnt vor dieser mittlerweile weitverbreiteten Betrugsmasche.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Am Freitagmittag meldete sich der Gauner telefonisch bei einem Rentner und gab sich als ein Herr Stern von der Polizei aus. In dem Gespräch sprach er von der Festnahme einer Bande und ausgespähter Kontodaten des Rentners. Nach einem weiteren fingierten Anruf eines Herrn Brand von der Staatsanwaltschaft Coburg hob der Rentner dann einen größeren Geldbetrag von seiner Bank ab. Die Art der Gesprächsführung und die Angaben der Betrüger waren für den Rentner wohl so plausibel, dass er tatsächlich von einem Anruf der Polizei ausging. Gegen 23 Uhr übergab er dann nach weiteren Telefonaten vor seinem Wohnhaus in der Seidmannsdorfer Straße das Bargeld an einen Mann. Erst am Samstag fiel der Schwindel auf und die richtige Polizei wurde eingeschaltet.

Der Abholer wird wie folgt beschrieben:

  • 175 Zentimeter groß und von kräftiger Statur
  • sprach hochdeutsch
  • dunkel gekleidet

Die Kriminalpolizei Coburg hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise zu dem Abholer unter der Tel.-Nr. 09561/645-0.


Mit dieser fiesen Betrugsmasche versuchen Unbekannte derzeit in ganz Oberfranken immer wieder Menschen zu täuschen und um ihr Erspartes zu bringen.

Die Oberfränkische Polizei warnt deshalb erneut und rät:

  • Seien Sie stets misstrauisch bei Anrufen, die ihre finanzielle und/oder persönliche Situation betreffen.
  • Geben Sie keine Auskunft hierüber und beenden Sie umgehend das Gespräch.
  • Echte Polizeibeamte werden Sie niemals zu einer Geldübergabe auffordern!
  • Lassen Sie sich zeitlich und emotional nicht unter Druck setzen.
  • Rufen sie im Zweifelsfall selbst bei ihrer Polizeidienststelle an und lassen sie sich von dort den Einsatz bestätigen.
  • Wählen Sie in dringenden Fällen den Notruf 110!

Quelle: Polizei Bayern

-Mimikama unterstützen-

Weil du diesen Bericht zu Ende gelesen hast…

Kannst du uns bitte einen kleinen Gefallen tun? Mehr Menschen denn je lesen die Artikel von mimikama.at, aber die Werbeerträge sinken rapide. Anders als andere Organisationen haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten so offen wie möglich halten. Der unabhängige Enthüllungsjournalismus von mimikama.at bedeutet jedoch harte Arbeit, er kostet eine Menge Zeit und auch Geld. Aber wir tun es, weil es wichtig und richtig ist, in Zeiten wie diesen Internetnutzer mit transparenten Informationen zu versorgen. Wir hoffen, dass du es schätzt, dass es keine Bezahlschranke gibt: Unserer Auffassung nach ist es demokratischer für Medien, für alle zugänglich zu sein und nicht nur für ein paar wenige, die sich dieses "Gut" leisten können. Durch deine Unterstützung bekommen auch jene einen Zugang zu diesen Informationen, die es sich sonst nicht leisten könnten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben.

Folgende Unterstützungsmöglichkeiten bieten wir an: via PayPal, via Patreon, via Steady