Auf den ersten Blick scheint sie echt zu sein, Spiegel Online Wirtschaft das muss doch seriös sein.

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

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Nein Leider nicht, die Seite ist eine absolute Fälschung, sie liegt nicht einmal auf dem Spiegelserver.

Originalspiegel URL:

2016-09-21-15_50_22-wirtschaft-spiegel-online-opera

Fakeseite:

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Was weiterhin auffällt, jeder Link auf der Seite führt ins virtuelle Nirwana, oder eben in eine stabile Umlaufbahn um den Saturn, aber keinesfalls auf eine der angegebenen Seiten. Selbst das eingebettete Video ist eine Sackgasse.

Die begeisterten User unterhalb des Artikels haben alle andere Namen, als die mit denen sie angeblich begeistert kommentieren.

Folgt man den Verlinkungen, kommt man zumeist auf asiatische Facebookprofile. Auch sind ihre Positionen in der Kommentarliste statisch, Adellle zum Beispiel hat ihren Kommentar angeblich von 12 Minuten verfasst, ich habe die Seite vor einer Stunde neu geladen und eben grade wieder, Adelle ist immer noch vor 12 Minuten dabei gewesen sich anzumelden, ich fürchte sie hängt in einer Raum – Zeit Schleife fest.

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Das traute Familienfoto von Gerd Heiligmann, der als Beispiel herangezogen wird,

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findet sich ebenfalls auf weitern Seiten, ein vielbeschäftigter Mann der Gerd.

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Was den Verdacht nahelegt, dass auch Carsten Maschmeyer nichts von seinem Glück weiß, dass er auf dieser Seite als Beispiel herangezogen wird. Wir versuchen Kontakt herzustellen.

Um was geht es eigentlich auf der Seite, um gefährliches Spiel mit IHREM Geld, sogenannte Binär Optionen, wir haben bereits mehrfach davor gewarnt.

Was ist eine Binäroption?

Broker und Börsenkenner mögen es mir verzeihen, ich werde es jetzt auf eine einfache, laienhafte Version runterbrechen, die nicht alle möglichen Spielarten durchgeht, sondern es für den „Otto Normalverbraucher“ verständlich macht. Schließlich richtet sich unsere Warnung vor den Binäroptionen auch in erster Linie an eben diesen „Otto Normalverbraucher“ – dem Fachmann muss ich die Risiken nicht verdeutlichen, der kennt sie und weiß worauf er sich gegebenenfalls einlässt.

Also – laienhaft ausgedrückt – eine Binäroption ist ein Geschäft mit zwei möglichen Ausgängen, ein hopp oder top Geschäft. Man kann dabei Glück haben, muss man aber nicht. Nur ausgemachte Fachleute wissen, um die Mechanismen des Marktes und haben dabei dann eventuell mehr als eine 50:50 Chance. Man kann dabei vielleicht das große Geld machen, aber anfängliche Gewinne verlocken zur sehr zu noch größeren Risiken und die Einsätze steigen. Börsenmakler können sich entsprechend versichern, der Otto N. riskiert dabei Haus und Hof.

Doch lieber Lotto?

Natürlich ist eine 50:50 Chance größer als bei Samstagslotto, aber der Einsatz ist auch ungleich höher, ich kann da auch nicht nach einem mittleren Gewinn einfach mal das doppelte einsetzen, ohne einen weiteren Schein auszufüllen.

Wir können den Normalverbraucher nur ausdrücklich vor Binäroptionen warnen, das ist ein „Spielzeug“ für Profis – alle anderen gehen ein zu großes Risiko ein. Wir können wirklich nur warnen, schließlich ist es IHR Geld.

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