Da staunte ich nicht schlecht, als ich auf Facebook auf einmal in Newsfeed meiner Heimat-Tageszeitung meinen alten Englischlehrer gesehen habe, der vor betrügerischen Microsoft-Anrufen warnt. Der Grund: er ist ihnen in die Falle gegangen!

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Und was das zeigt: es kann jedem passieren! Ein unachtsamer Moment, ein überzeugend wirkender Anrufer, ein plausibles Gespräch – es wird die Mischung aus allem sein, warum man auf die betrügerischen Anrufe hereinfallen kann. Der Artikel im Haller-Kreisblatt erzählt nun tatsächlich von der Methode, vor der wir bereits seit vielen Jahren warnen [1].

„Ich hätte nie gedacht, dass ich auf eine solche Masche hereinfallen könnte“

Bei dieser Betrugsmasche werden Personen angerufen und es melden sich Betrüger, die sich als Mitarbeiter der Firma Microsoft ausgeben, bzw. angeblich in deren Auftrag anrufen. Jedoch sind diese Anrufer keine qualifizierten Windows- oder Antivirenexperten und rufen auch nicht im Auftrag der Firma Microsoft an. Diese Anrufer geben vor, schwere Sicherheitsprobleme am Computer beheben zu müssen.

Bei dieser Arbeitsweise handelt sich um eine bekannte, weltweit auftretende, Betrugsmasche!

Es gibt verschiedene Schritte, welche diese Anrufer vollziehen wollen, am Ende steht jedoch immer der finanzielle Schaden der angerufenen Person. Ob durch Fernzugriff oder aber mit der Aufforderung einer Überweisung werden die Angerufenen zu einer Zahlung genötigt. Die Betroffenen werden manchmal auch angewiesen zum nächstgelegenen Western Union Vertriebspartner zu gehen, um dort eine Bargeldtransaktion ins Ausland durchzuführen.

Wir empfehlen bei solchen Anrufen:

  • folgen Sie den Anweisungen solcher Anrufer nicht
  • geben Sie keine Bank- oder Kreditkartendaten heraus
  • führen sie keine Bargeldtransaktionen an Ihnen unbekannte Personen durch
  • beenden Sie sofort die Telefonate
  • stoppen sie den Fernzugriff auf Ihren Computer durch Trennung des Netzzuganges

Außerdem sollten die betroffenen Kreditkarten und das Online-Banking sofort gesperrt werden.

Ist es zu einem Fernzugriff auf den Computer gekommen, empfiehlt es sich den betroffenen Computer auf Schadsoftware zu überprüfen und gegebenenfalls zu “reinigen”.

Falls Sie Opfer dieser Betrugsmasche geworden sind, erstatten Sie Strafanzeige bei ihrer nächstgelegenen Polizeidienststelle.

Artikel Vorschaubild: Antonio Guillem / Shutterstock.com

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