Jaaa, wir wissen es, wieder einmal Microsoft-Mitarbeiter am Telefon, laaaangweilig! Aber hier sieht man mal recht gut, wie dreist sie vorgehen, wenn jemand mal so richtig an der Angel hängt!

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Polizeipräsidium Mainz:  Angebliche Microsoft-Mitarbeiterin rief an

Montag, 20. März 2017, 12:24 Uhr Der 64-Jährige Geschädigte erhielt Anfang März einen Anruf von einer angeblichen Microsoftmitarbeiterin, welche ihm mitteilte, dass sein PC mit Viren verseucht wäre.

Nach einem erneuten Anruf am Folgetag brachte der weitere Anrufer den Geschädigten dazu, Fernwartungssoftware zu installieren und den Freischaltcode mitzuteilen. Danach installierte der „Microsoftmitarbeiter“ per Fernwartung weitere Software auf dem PC des Geschädigten, „fand“ 900 verseuchte Dateien und wies dies mit einer IP-Anzeige in einer Liste nach.

Er gab an, durch eine Zahlung von 200 Euro den PC zu bereinigen.

Der Geschädigte überwies das Geld. In den nächsten Tagen erhielt er weitere Anrufe, in denen ihm aufgrund der entstandenen Unannehmlichkeiten 5000 Euro auf seinem Konto gutgeschrieben werden sollten.

Dazu sollte er seinen Ausweis und seinen Führerschein per weiterhin aktiver Fernwartungssoftware einscannen und die Daten verschickt. Das wohl tatsächlich überwiesene Geld wurde von der Bank des Geschädigten in zwei Fällen blockiert, da ein Betrugsversuch erkannt wurde.

Der Geschädigte wurde von seiner Bank aufgefordert, dies der Polizei zu melden. Daraufhin kam der Geschädigte zur Polizei und wollte sich zuerst erkundigen, wie er seine Bank dazu bekäme, die Blockade aufzuheben. Nach einem Gespräch erkannte er letztendlich auch den Betrug und erstattete Anzeige.

Die Polizei rät in solchen Fällen, eine professionelle Überprüfung des PC und das Absehen von Bankgeschäften mittels PC. Das Einscannen von persönlichen Dokumenten kann zudem für weitere Betrugsfälle genutzt werden.

Quelle: Presseportal.de

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