Fake oder nicht? So beginnen diverse Anfragen zu einem Statusbeitrag auf Facebook. Ein Nutzer schrieb uns dazu folgendes:

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

“Meine Frau hat auf Facebook eine Meldung bekommen, dass wohl im Zeitraum 2012 bis 2014 die sechsfache Impfung verunreinigt gewesen sein soll. Es soll eine Rückruf Aktion gegeben haben von der wir erst jetzt gelesen haben. Das heißt unser Sohn wäre somit auch betroffen. Das beunruhigt uns sehr. Aber trotzdem habe ich auch Zweifel an der ganzen Geschichte. Schließlich hätte uns doch unser Kinderarzt darüber informiert?? Fake oder nicht? Ich werde nicht so recht schlau im Netz. Vielen Dank für Ihre Bemühungen”

Es handelt sich u.a. um diesen Statusbeitrag:

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Folgt man dem Bericht, dann erkennt man, dass genannte Seite Eltern darauf aufmerksam macht, dass von 2011-2014 Impfstoffe der Firma GlaxoSmithKline wegen Verunreinigungen vom Markt genommen wurden und dies jedoch heimlich und zögerlich.

Stimmt das?

Ja! GlaxoSmithKline rief bereits im Oktober 2012 Chargen des Sechsfachimpfstoffs Infanrix hexa zurück. Grund des Rückrufes, der im Übrigen öffentlich und vorsorglich war, war eine eventuelle bakterielle Verunreinigung.

Was war geschehen?

NICHT in den Impfstoffen sondern in den Produktionsräumen wurde eine Verunreinigung festgestellt. Aus diesem Grunde wurden vorsorglich die Impfstoffe vom Markt genommen. Die Verunreinigung wurde im Oktober 2012 festgestellt. Die Chargen, die auch schon ausgeliefert und zum Teil verimpft waren, wurden vorsorglich zurückgerufen, das bestätigt auch das Paul-Ehrlich-Institut, das für die Sicherheit von Impfstoffen zuständig ist.

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Screenshot: Paul-Ehrlich-Institut / Chargenrückruf / PDF

In den Impfstoffen wurden also keine Verunreinigungen gefunden! Der Rückruf war vorsorglich und auch bei den verimpften Chargen wurden keine Impfnebenwirkungen festgestellt, die über das normale Maß hinausgingen. Eine Gefährdung von Kindern gab es nicht!

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Autorin: Anke M., mimikama.at

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