Wurden Fett- und Zuckergehalte wirklich gesenkt?
Wurden Fett- und Zuckergehalte wirklich gesenkt?

Viel Diskussion gibt es um das kurze Video der Agrarministerin Julia Klöckner mit dem Deutschland-Chef von Nestlé.

„Essen und trinken ist wichtig, aber die Frage ist: Ist es mit unserer Umwelt gut vereinbar und ist es vor allen Dingen gut für unsere Gesundheit?“

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So beginnt das nur 58 Sekunden lange Video, welches vom Bundesministerium für Ernährung und Wirtschaft auf Twitter veröffentlicht wurde.

So gibt der Nestlé-Chef an, dass der Fett- und Zuckergehalt in vielen Produkten bereits deutlich reduziert wurde und auch in den folgenden Jahren sinken wird.

Die Verbraucherzentrale Hamburg schaut nach

Auf Facebook äußerte sich die Verbraucherzentrale zu dem Video. So schreiben sie, dass sie ihre Asservatenkammer im Keller nach Nestlé-Produkten durchwühlten, um zumindest stichhaltig nachzuprüfen, wie stark sich denn der Zuckergehalt im Vergleich mit älteren Produkten verändert hat.

Bisheriges Ergebnis: Undurchsichtig

Das Lion Knuspermüsli ist weiterhin eher ein Zuckermüsli: Der Fettgehalt erhöhte sich um ein halbes Prozent, der Zuckergehalt senkte sich um 1,4 Prozent auf immer noch stolze 25 Prozent.

Bei Rolo haben sich die Werte gegenüber 2017 überhaupt nicht geändert, bei Choclait Chips ist sogar noch mehr Fett und Zucker enthalten als 2010.

In einem Punkt gab es aber tatsächlich eine Senkung bei vielen Produkten:
Die Füllmenge ist niedriger geworden, während der Preis gleich geblieben ist.

So gesehen nimmt man dann oftmals tatsächlich weniger Fett und Zucker zu sich… wenn man seit Jahren immer eine ganze Packung auf einmal isst. 😉

Den kompletten Beitrag von der Verbraucherzentrale Hamburg und dem Vergleichsbild mit den drei Stichproben seht ihr hier:

Das Video mit Nestlé als „Super-Zuckersparer“ vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft wird sehr kritisch…

Gepostet von Verbraucherzentrale Hamburg am Donnerstag, 6. Juni 2019

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