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Nutzeranfragen: “Was ist dran an der Meldung: McDonalds verliert Prozess wegen Burgern aus Fettpaste”

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Seit Jahren bekommen wir immer wieder Anfragen zu dem verlorenen Prozess zwischen McDonalds und Jamie Oliver. Zu diesem Thema haben wir auch bereits etliche Berichte veröffentlicht. Da seit einigen Stunden dieses Thema von diversen Webseiten im Netz neu aufgewärmt wurde, werden diese Artikel abermals auf Facebook verbreitet. Dies ist auch der Grund, warum wir in der Redaktion vermehrt Anfragen dazu bekommen. Es geht in all diesen Artikel um folgende Kernaussage: “Der prominente Koch Jamie Oliver hat gegen McDonald´s ein spektakuläres Gerichtsverfahren gewonnen, in dem er bewies, dass die Fastfood-Kette Fett und Ammoniak anstatt Fleisch verwendet.”

Ein auf Facebook aktuelle veröffentlichter Artikel

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An dieser Stelle dürfen wir punktuell aufzählen:

1. Hat der bekannte Koch Jamie Oliver gegen McDonalds einen Prozess gewonnen?

JA

2. Handelt es sich um eine aktuelle Geschichte?

NEIN! Es handelt sich um eine Tatsache aus den USA, die auf 2011 und 2012 zurückgreift. Jamie Oliver hat tatsächlich diese Vorkommnisse angeprangert und daraufhin wurde die Nutzung des “Pink Slime” deutlich eingeschränkt.

3. Betrifft diese Geschichte bzw. die Nutzung des “Pink Slime” auch Deutschland oder Österreich?

NEIN! Es geht dabei um den sogenannten “Pink Slime” der in den USA genutzt wurde.

Detailinformationen:

Es ist tatsächlich so, dass Oliver in seiner Sendung „Jamie Oliver’s Food Revolution“ aufdeckte, was in den US-Burgern von Fastfood-Ketten landet: unter anderem monierte er, dass minderwertiges Rindfleisch, das sonst im Hundefutter steckt, mit Hilfe von Ammoniumhydroxid wieder genießbar gemacht wird. Das Produkt daraus, was er im Original “Pink Slime” (rosa Schleim) nannte, war zu jenem Zeitpunkt in den USA offiziell erlaubt. Mit bis zu 15% Anteil durfte mit dieser minderwertigen Masse das Endprodukt gestreckt werden.

In der Episode von “Jamie Oliver’s Food Revolution”, die am vom 12. April 2011 ausgestrahlt wurde, sagte Oliver:

Basically, we’re taking a product that would be sold at the cheapest form for dogs and after this process we can give it to humans

Er kreidet also an, dass diese billige Form von Fleisch, eigentlich nur für Hunde verkauft, hier aufbereitet und für Menschen zubereitet wird.

Wie sich herausstellte, arbeiteten auch Burger King und Taco Bell in den USA so – wohlgemerkt zu diesem Zeitpunkt völlig legal.

Zu diesem Zeitpunkt

Die DailyMail titelte zum Beispiel am 26.01.2012:

Victory for Jamie Oliver in the U.S. as McDonald’s is forced to stop using ‘pink slime’ in its burger recipe

Die gesamte Schlagzeile stammt also von Ende Januar 2012.

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(Screenshot: Ibitimes)

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(Screenshot: CBS)

Ebenso erfährt man aus dem Artikel der DailyMail, dass der monierte “Pink Slime” in den USA genutzt wurde. Eine Nutzung des “Pink Slime”, also des aufbereiteten Fleisches, gab es im Vereinigten Königreich und Irland nicht.

Ebenso gibt es auch keine Nachweise für die Nutzung in Deutschland oder Österreich. Der Grund, warum dieses Thema nun wieder im Interesse der Nutzer landen könnte, ist das Freihandelsabkommen TTIP und die Befürchtungen, dass derartige Praktiken durch Knebelverträge in Mitteleuropa landen.

Also halten wir abschließend fest

Es handelt sich dabei um keine aktuelle Geschichte, sondern um eine Tatsache aus den USA, die auf 2011 und 2012 zurückgreift. Jamie Oliver hat tatsächlich diese Vorkommnisse angeprangert und daraufhin wurde die Nutzung des “Pink Slime” deutlich eingeschränkt.

Es gibt nun sehr viele fremdsprachige Quellen zu diesem Thema, an dieser Stelle möchten wir als weiterführende Information noch einen ausführlichen deutschsprachigen Artikel nennen: AMMONIUMHYDROXID Starkoch Jamie Oliver gewinnt langen Kampf gegen McDonalds