E-Nummern und ihre Bedeutung! / Artikelbild: photka - Shutterstock.com
E-Nummern und ihre Bedeutung! / Artikelbild: photka - Shutterstock.com

Seit kurzem erhalten wir wieder Anfragen zum Thema E-Nummern und ob es stimmt, dass diese giftig für den Menschen sind.

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Es geht dabei um diesen Statusbeitrag, den wir im April 2017 schon einmal behandelt haben und nun wieder auf Facebook zu finden ist:

Hier mal interessant zu lesen!

*1. Unschädliche Zusätze:*
E100, E101, E103, E104, E105, E111, E121, E126, E130, E132, E140, E151, E152, E160, E161, E162, E170, E174, E175, E180, E181, E200, E201, E202, E203, E236, E237, E233, E260, E261, E263, E270, E280, E281, E282, E290, E300, E301, E303, E305, E306, E307, E308, E309, E322, E325, E326, E327, E331, E333, E334, E335, E336, E337, E382, E400, E401, E402, E403, E404, E405, E406, E408, E410, E411, E413, E414, E420, E421, E422, E440, E471, E472, E473, E474, E475, E480

2. Verdächtige Zusätze:
E125, E141, E150, E153, E171, E172, E173, E240, E241, E477

*3. Gefährliche Zusätze:*
E102, E110, E120, E124

*4. Störung der Gesundheit:*
* Darmstörung: E220, E221, E223, E224
* Verdauungsstörungen: E338, E339, E340, E341, E450, E461, E463, E465, E466, Eiscreme E407
* Hauterkrankungen: E230, E231, E232, E233
* Zerstörung von Vitamin B12: E200
* Cholesterin: E320, E321
* Empfindlichkeit der Nerven: E311, E312
* Mundfäule: E330 ist am gefährlichsten (Krebserregend) enhalten in z.B. SCWEPPES ZITRONE, AROMASENF, MEZZO-MIX, KRABBENFLEISCH, BONBEL-KÄSE, PILZE in DOSEN

*5. Krebserregende Zusätze:*
E131, E142, E210, E211, E213, E214, E215, E216, E217, E239
ACHTUNG: E123 ist sehr KREBSERREGEND!! In den USA und den GUS-Staaten verboten.
Auf diese Zusätze besonders bei folgenden Lebensmitteln achten:
E123/E110, VORSICHT!!
Gummibärchen, TREETS, SMARTIES, HARIBO Weingummi, Schokolinsen, ZOTTSahnepudding, IGLO-Fischstäbchen, KRAFT-Dorahm mit Creme-Fraiche, KRAFT-Salami, Streichkäse, Vanille-Pudding E102, E110, Fertigsoßen aller Art.

*6. VORSICHT!!!*
Bei Guanylat und Glutamat aus der E600-Reihe, E605 – Nervengift

> > BITTE: Aufhängen und benutzen! < <
Es geht um Ihre Gesundheit und die Ihrer Kinder. Verhindern Sie die Anwendung dieser Zusätze, indem Sie die Erzeugnisse genau auswählen, die Sie kaufen. Der Käufer bestimmt letztendlich die Zusammensetzung des Fabrikats. Denken Sie an die Gesundheit Ihrer Kinder.

Kopieren Sie diese Aufstellung und verteilen Sie sie unter Freunden und Bekannten!

Quelle: Abschrift eines Aushanges der Kinderklinik UNI-Düsseldorf

Der Faktencheck

Der Text geistert bereits seit mindestens 2013 auf verschiedenen Blogs und sogar als PDF-Datei im Netz umher.

Als Quelle wird eine Abschrift eines Aushangs der Kinderklinik Uni-Dusseldorf genannt. Wir haben dort nachgefragt und erhielten folgende Antwort:

Nach dieser Liste wurde immer mal wieder gefragt, – sie ist weder von der Kinderklinik des Universitätsklinikums (nicht der UNI) Düsseldorf autorisiert noch von ihr verfasst o.Ä. Die Inhalte haben keinerlei Zusammenhang zu einer wissenschaftlichen Bewertung der Ärzte der Klinik. Sie entbehrt auf jeden Fall aus Sicht des Universitätsklinikums Düsseldorf jeder Grundlage, ist aber leider nicht ausrottbar.

Wir danken an dieser Stelle der Pressesprecherin des Universitätsklinikums Düsseldorf.

Aber was sind eigentlich E-Nummern?

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) schreibt dazu:

E-Nummern stehen für bestimmte Lebensmittelzusatzstoffe, die die Eigenschaften von Lebensmitteln wie Aussehen, Haltbarkeit und Geschmack verbessern oder die technologische Verarbeitung erleichtern sollen. Diese Zusatzstoffe sind von der Europäischen Lebensmittelbehörde streng geprüft. Trotzdem sollten sich vor allem empfindliche Personen und kleine Kinder möglichst zusatzstoffarm ernähren.

In der Zutatenliste müssen alle verwendeten Zusatzstoffe genannt werden. Statt der komplizierten chemischen Bezeichnungen werden sie mit E-Nummern gekennzeichnet. Diese gelten in allen EU-Ländern einheitlich und kennzeichnen einen Zusatzstoff somit eindeutig und unverwechselbar über alle Sprachgrenzen hinweg.

Auf jeder Verpackung müssen Zusatzstoffe ausgezeichnet sein – sei es durch die E-Nummern selbst oder auch als ausgeschriebene Bezeichnung. Das betrifft auch Allergene. Sollte das Produkt aus der Frischetheke kommen, müssen E-Nummern trotzdem vor Ort abfragbar sein, wie zum Beispiel durch ein ausgelegtes Buch.

Merke: Zusatzstoffe müssen deklariert sein, daran führt kein Weg vorbei.

Eine komplette Auflistung der E-Nummern, inklusive der Bezeichnung und der jeweiligen Erläuterung findet sich unter bmel.de. Erweitert gibt es eine genaue Datenbank mit der Abfrage zu den einzelnen Zusatzstoffen. Diese bekommt man unter der Adresse zusatzstoffe-online.de.

Anhand dieser Datenbank kann man tatsächlich die einzelnen genannten E-Nummern abfragen. Ein Beispiel zu der Nennung “Mundfäule: E330 ist am gefährlichsten (Krebserregend) “ aus dem Statustext:

Screenshot by mimikama.at / Quelle: zusatzstoffe-online.de
Screenshot by mimikama.at / Quelle: zusatzstoffe-online.de

In dieser Datenbank spiegelt der Abschnitt “Sicherheit” die jeweiligen Probleme von Zusatzstoffen wider. Deutliche Warnungen finden sich dann in dem jeweiligen Infobereich (wie Beispielsweise bei E 213 oder E 239).

An vielen Stellen bemerkt man, dass die Statusliste auf Facebook wenig ausführlich ist und oftmals auch pauschale Angaben macht. Teilweise wird auch dramatisiert, da E 605 beispielsweise gar kein zugelassener Zusatzstoff für Lebensmittel ist. Ebenso sind die in der Auflistung erwähnten “Hauterkrankungen: E230, E231, E232, E233” keine für Lebensmittel zugelassene Zusatzstoffe.

Dennoch gilt: Wer unter einer Allergie oder einer Unverträglichkeit gegen bestimmte Inhaltsstoffe leidet, sollte diese auch kennen und meiden!

Daher ist es natürlich nicht falsch, auf vermeidbare Zusatzstoffe beim Einkauf zu verzichten.

Quellen:
zusatzstoffe-online.de
bmel.de
bvl.bund.de

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