Faktencheck: Ambulante Therapie für gewalttätige Flüchtlinge

Faktencheck: Ambulante Therapie für gewalttätige Flüchtlinge

Von | 15. Oktober 2019, 11:40

„Ambulantes Therapieprogramm zur Integration von Gewaltstraftätern mit Migrationshintergrund“

Ein Sharepic auf Facebook, auf dem ein Schild zu erkennen ist, macht abermals die Runde auf Facebook. Auf dem Schild zu lesen: „Ambulantes Therapieprogramm zur Integration von Gewaltstraftätern mit Migrationshintergrund“ sowie darunter in in kleinerer Schrift: „gefördert durch die Europäische Union, Europäischer Integrationsfonds, EIF 07-316″

Facebook Screenshot / mimikama.at: „Ambulantes Therapieprogramm zur Integration von Gewaltstraftätern mit Migrationshintergrund“

Facebook Screenshot / mimikama.at: „Ambulantes Therapieprogramm zur Integration von Gewaltstraftätern mit Migrationshintergrund“

Gibt es wirklich dieses Schild?

Ja dieses Schild gab es, und es gab tatsächlich auch jenes ambulante Therapieprogramm zur Integration von Gewaltstraftätern mit Migrationshintergrund, allerdings nur von 2007 – 2013, also noch vor der so genannten Flüchtlingskrise. Zudem waren Flüchtlinge von dem Programm ausgenommen. In den neuen Programmen des BAMF findet sich eine solche Maßnahme nicht explizit, dort wird sich auch um Migration, aber auch um Rückkehr von Flüchtlingen in ihre Heimatländer gekümmert.

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Sprich: Im Zeitraum von 2007 – 2013 gab es tatsächlich jenes Programm. Ziel davon war es, sogenannte Drittstaatenangehörige, also Menschen, die dauerhaft in Deutschland wohnen, aber deren Nationalität nicht Deutsch ist und die auch nicht aus der EU kommen, mittels Bildungs- und anderen Angeboten zu unterstützen und zu integrieren. Ein Teil jenes Programms war auch die „Integration von Gewaltstraftätern mit Migrationshintergrund“.

Weitere Detailinformationen zu diesem Schild findet man in unserem Bericht vor, welchen wir bereits im August 2018 verfasst hatten. Diesen kann man hier aufrufen: Ambulante Therapie für gewalttätige Flüchtlinge

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