Fakenews: "Faßmann kündigt Ausfall der Matura an"

Fakenews: „Faßmann kündigt Ausfall der Matura an“

Von | 1. April 2020, 13:30

Nein, der ORF hat auf seiner Webseite diese Information nie veröffentlicht. Es handelt sich um eine Fälschung.

Grundlegende Information und aktueller Stand (01.04.2020) zum Matura – Thema:  Bildungsminister Faßmann : „Alle können und werden ihren Abschluss machen“. Ob der zuletzt angepeilte Maturatermin mit Start 19. Mai 2020 hält, wollte Heinz Faßmann aktuell nicht versprechen. Eine Entscheidung über den Termin für die Matura solle es erst nach Ostern geben!

Bei der aktuellen Aussage handelt es sich um eine Falschmeldung: „Faßmann kündigt Ausfall der Matura an“

Unser Faktencheck: Aktuell macht ein Screenshot im Netz, meist via WhatsApp, die Runde, auf dem man einen Ausschnitt der Webseite des “ORF“ erkennen kann! Angeblich habe der der österreichische Bildungsminister Heinz Faßmann den Ausfall der diesjährigen Matura bekannt gegeben. Das stimmt nicht. Dieses Interview, sowie auch diesen Text, gab es in dieser Form nie beim ORF bzw. hat Faßmann dies so auch nie kommuniziert.

Es handelt sich dabei um diesen Screenshot, der gerade in Umlauf ist:

Screenshot der Falschnachricht

Screenshot der Falschnachricht

Der Inhalt des ersten Absatzes als Wortlaut (sic!)

Faßmann kündigt Ausfall der Matura an

ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßmann hat heute den Ausfall der diesjährigen Matura bekannt gegeben. In einer Pressekonferenz heute früh entlastete er endlich die Maturantinnen und Maturanten. Die Schüler erhalten in den Matura Zeugnissen die Durchschnittsnoten aller Semester, wo das Fach unterrichtet wurde. Ausgenommen von dieser Regelung sind alle HTL und HAK Schulen, da diese eine gesonderte Matura bekommen.

Im Vergleich der Original-Text auf der ORF Webseite:

ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßmann hat heute einen Erlass angekündigt, der das Lernen und die Lernfortschritte in der Zeit der geschlossenen Schulen regeln soll. Von den Schülerinnen und Schülern sollte in der Coronavirus-Krise nicht zu viel gefordert werden, aber immer das Gleiche zu wiederholen werde „viel zu langweilig“, sagte Faßmann heute im Ö1-Morgenjournal. (Quelle)

Es handelt sich dabei um einen Fake! Hier werden bewusst Nutzer in die Irre geführt. Es mag zwar die Webseite des „ORF“ sein, aber der Inhalt wurde nachgestellt bzw. geändert!

Wie wurde der Artikel gefälscht?

Das geht – leider – viel zu einfach, indem man in den Quellcode einer Seite geht, dort den Text ändert und den geänderten Artikel dann fotografiert oder einen Screenshot anfertigt.

Hinweis: Bei dieser Methode hat der Ersteller der Falschmeldung keinen direkte Zugriff auf die Webseite, in diesem Falle jener des ORF. Auch wurde der ORF nicht gehackt. Ändert jemand den Inhalt der Webseite, dann sieht auch nur der Ersteller dies. Für andere Betrachter der Webseite, bleibt der Inhalt unverändert! Dies auch einer der Gründe, warum solche Beiträge, dann als Screenshot versendet werden und nicht als direkten Link auf die Webseite!

An dieser Stelle werden wir jedoch nicht demonstrieren wie dies funktioniert, sonst kommt noch jemand auf blöde Gedanken!

Im Vergleich

im oberen Teil die Fälschung und im unteren Teil die Originalwebseite  des ORF

Im Vergleich: OBEN die Falschnachricht. UNTEN: Der ORIGINALBEITRAG

Im Vergleich: OBEN die Falschnachricht. UNTEN: Der ORIGINALBEITRAG

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