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Reichen den Likebaitern mittlerweile reale Bilder schon nicht mehr aus, um auf Likefang zu gehen? Muss der emotionale Druck nun auch mit gefälschten Bildern aufgebaut werden?

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Augenscheinlich ist das so! Kurze Erklärung zum Likebaiting: bei Likebaiting handelt es sich um eine Art emotionale Erpressung. Der Leser wird mit Hilfe eines emotionalisierenden Bildes oder Videos dazu getrieben, eine Interaktion (Like/teilen/kommentieren) zu hinterlassen. Damit bekommt die Statusmeldung mehr Reichweite, die Seite (oder das Profil), auf der diese Meldung veröffentlicht wurde, wird bekannter. Beim Likebaiting wird dem Leser indirekt gesagt: Tippst du etwas ein, bist du auf der guten Seite, wenn jedoch nicht, dann bist du böse.

Wir haben Likebaiting bis dato mehr im englisch- und spanischsprachigen Bereichen gefunden, doch dieser hier wurde im deutschsprachigen Raum abgesetzt. Hier lautet es:

Niemand wird mich teilen . Weil ich behindert bin.
Typ [sic] amen

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Doch an dieser Stelle war Photoshop-Philipp bei der Verwendung von Schattierungen ein wenig nachlässig: im Bereich des linken Beins wurde grafisch manipuliert!

Rückwärtssuche

Und heute verwenden wir mal nicht Google als Rückwärtssuche für Bilder, sondern bringen (ganz didaktisch) die Suchmaschine Tineye ins Spiel. Bei Tineye handelt es sich um eine Bildidentifizierungs- und Suchsoftware, die wie eine klassische Suchmaschine zu bedienen ist. Auf diesen zwei Wegen kann man bei Tineye Bilder suchen:

URL

Man klickt das gewünschte Bild mit der rechten Maustaste an und kopiert die Bildadresse. Diese fügt man in das Suchfeld bei Tineye ein. Jetzt nur noch die Suche bestätigen.

Upload

Eine zweite Variante stellt ein temporärer Download dar. Man speichert kurz das gewünschte Bild auf der Festplatte ab,wechselt in die Suchmaschine, tippt dort auf das Fotosymbol und wählt die Funktion “Bild hochladen”. Nun muss man nur noch das gewünschte Bild von der Festplatte auswählen.

Das Ergebnis:

Das Bild ist alt! Tineye zeigt uns Ergebnisse bis in das Jahr 2008 zurück. Dort erkennt man, dass in den ursprünglicheren Versionen zwei Beine zu sehen sind.

 

image

Nach 0,7 Sekunden gab es also laut Suchmaschine ein Ergebnis. Schade, dass die zigtausend Menschen, die der Aufforderung des Likebaiters nachgekommen sind, nicht auch diese 0,7 Sekunden Zeit hatten.

Ursprünglich

Zur Bewertung von Suchergebnissen bei Bildern kann man sich recht einfach merken:

Je älter die Fundstelle, desto ursprünglicher der Fund.
Je höher die Auflösung, desto ursprünglicher der Fund.
Je größer der Bildausschnitt, desto ursprünglicher der Fund

Das darf man sich gerne für den allgemeinen Gebrauch als Faustregel merken.