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Immer wieder versuchen Menschen mit Online-Shops andere hinters Licht zu führen und ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

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Stolpert man beim Online-Shopping über Seiten, die Waren (zumeist Markenwaren) zu phänomenalen Diskontpreisen verhökern, sollte man lieber zweimal hinschauen, bevor man seinen Warenkorb füllt.

Dieser Online-Shop lockt ebenfalls mit Dumpingpreisen und bekannten Marken:

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Quelle: Screenshot Mimikama

Vorsicht bei zu guten Angeboten!

Einer der offensichtlichsten Hinweise auf einen Fake-Shop sind die durchgehenden Dumpingpreise.

Es ist durchaus normal, dass man bei Schlussverkäufen manche Waren zu reduzierten Preisen verkauft, jedoch nicht alle Produkte auf einmal. Die Preisstrukturen bei seriösen Online-Shops sind stabil und bedürfen keines Sortiments aus komplett reduzierter Ware.

Impressum – was ist das?

Ebenfalls wichtig ist ein Impressum. Ist es erst gar nicht vorhanden, wie im Falle von “tomberger-kunsthaus”, sollten die Alarmglocken schrillen!

Manchmal wird ein Impressum auch von anderen Seiten kopiert, um den Online-Shop seriöser wirken zu lassen.

Eine Recherche, ob der Anbieter auch wirklich der Anbieter ist, kann Klarheit schaffen.

Ein Impressum deckt die allgemeine Informationspflicht für Webseiten ab. Ohne ein anständiges Impressum kann man abgemahnt werden.

In einem Impressum müssen laut Händlerbund folgende Informationen enthalten sein:

  • › Name und Anschrift des Anbieters unter der er niedergelassen ist, bei juristischen Personen zusätzlich die Rechtsform und der Vertretungsberechtigte
  • › Angaben, die eine schnelle elektronische Kontaktaufnahme und unmittelbare Kommunikation mit dem Anbieter  ermöglichen, einschließlich der E-Mail-Adresse (Pflicht zur Angabe der Telefon-Nummer ergibt sich aus Art. 246a § 1 Abs.1, Nr.2 EGBGB)
  • › ggf. die zuständige Aufsichtsbehörde, sofern die Ausübung der Tätigkeit einer behördlichen Zulassung bedarf
  • › ggf. die zuständige Kammer, die gesetzliche Berufsbezeichnung und der Staat, in dem sie verliehen wurde, nebst berufsrechtlichen Regelungen (z.B. Apotheker, Ärzte, Rechtsanwälte)
  • › Umsatzsteuer-ID oder Wirtschafts-ID,  sofern vorhanden
  • > ggf. das Handelsregister, Vereinsregister, Partnerschaftsregister oder Genossenschaftsregister, in das der Anbieter eingetragen ist und die entsprechende Register-Nummer

Gemäß § 55 Abs. 2 RStV ist bei journalistisch-redaktionellen Inhalten auf der Website  im Impressum der dafür Verantwortliche (natürliche Person) mit vollständigem Namen nebst Adresse anzugeben.

Findet man nicht mal ansatzweise diese Informationen – Finger weg vom Kaufen-Button!

Warencheck!

Ein weiterer Hinweis kann die Beschreibung der angebotenen Waren liefern.

Sind keine Details über Beschaffenheit des Materials, Größenkennzeichnung etc. angegeben, kann man davon ausgehen, dass es sich um einen Fake-Shop handelt.

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Quelle: Screenshot Mimikama

Auch im Beispiel von “tomberger-kunsthaus” lässt sich keine Beschreibung der Ware finden und mal ehrlich, wer kauft denn gerne eine Katze im Sack?

Eintönige Zahlungsmethode?

Auch an der Zahlungsart kann man häufig schon einen Betrug erkennen.

Oft kann man bei solchen Shops nur per Vorkasse bezahlen – wenig kundenfreundlich und auch sehr dubios.

Bei “tomberger-kunsthaus” findet man unter Preise und Versand generell nur kopierten Kauderwelsch – offensichtlicher kann man eine Fake-Seite nicht gestalten!

Andere Produkte, dasselbe System

Wer den direkten Vergleich machen möchte, für den haben wir noch eine “Vergleichs-Webseite” in petto.

Es handelt sich um eine Webseite namens “vipscooterstore”, die exakt nach dem gleichen Prinzip funktioniert:

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Quelle: Screenshot Mimikama

Doch diese Betrüger haben sich immerhin noch ein bisschen mehr Mühe gegeben, als “tomberger-kunsthaus”.

Trotz gefälschten Zertifikaten, einer beeindruckenden Produktbeschreibung und einem seriös wirkenden Informationsbereich haben aber auch diese Betreiber auf ein vollständiges, seriöses Impressum verzichtet und glänzen mit einem Dumpingpreis nach dem anderen.

Was tun, wenn ich doch in die Falle gegangen bin?

Fällt man dennoch auf einen Fake-Shop herein und versucht das Unternehmen über die angegebenen Kontaktdaten zu erreichen, wird man nicht selten einfach vertröstet.

Auch Briefe mit Rückzahlungsforderungen werden als unzustellbar retourniert.

Betroffenen sind jedoch nicht komplett die Hände gebunden:

Sollte man bereits bezahlt haben, kann man versuchen, die Bank aufzufordern, die Zahlung rückgängig zu machen. Je schneller das passiert, desto leichter ist es möglich, dass man sein Geld auch wirklich wieder zurückbekommt.

Grundsätzlich sollten sämtliche Belege von Online-Bestellungen gesammelt und gesichert werden.

Am besten man speichert:

  • Kaufvertrag
  • Bestellbestätigung
  • Emails
  • Screenshots vom Angebot

Ergebnis:

Oft werden Fake-Shops schon sehr professionell gefälscht.

Es gibt jedoch Hinweise, die einen fast immer sofort auf die richtige Spur bringt und solche Betrüger entlarven!

Betroffene können die ausgedruckten Unterlagen z.B. von der nächstgelegenen Beratungsstelle der Verbraucherzentrale prüfen lassen und Strafanzeige bei der Polizei stellen. Dies ist auch online möglich.