Bots und bezahlte Kommentare: 30 Länder manipulieren Social Web

-Produktempfehlung: Kaspersky lab-

Immer mehr Regierungen fälschen Nachrichten, heuern Bots an und bezahlen Kommentatoren. Vor einem alarmierenden Anstieg warnt die US-amerikanische Menschenrechtsorganisation Freedom House in ihrem aktuellen Bericht. Demnach betreiben mittlerweile 30 Staaten im Internet gezielte Manipulationen.

65 Länder genau analysiert

Für die Erhebung der Daten haben die Forscher die Internetfreiheit in 65 Ländern analysiert.

Darunter fanden sie 30 Regierungen, die eine Art von Manipulation entwickelt haben, um den Informationsfluss im Internet zu stören. 2016 waren es nur 23. Diese Manipulation besteht in den meisten Fällen aus bezahlten Kommentatoren, Trolls, Bots, gefälschten News-Webseiten und gezielter Propaganda.

„Die Nutzung von bezahlten Kommentatoren und politischen Bots, die Propaganda der Regierung teilen, wurde mal von China und Russland bestimmt. Nun ist es ein globales Problem. Die Auswirkungen auf Demokratie dieser sich schnell im Umlauf befindenden Techniken, sind potenziell zerstörerisch“, sagt Freedom-House-Präsident Michael Abramowitz. Es sei jedoch wesentlich schwieriger diese neue Art von Manipulation zu entlarven, als beispielsweise simpel geblockte Websites zu entdecken.

Beeinflussung gegen Bezahlung

Regierungen geben sich viel Mühe, das Internet unter Kontrolle zu behalten.

Die NGO-Mitarbeiter fanden heraus, dass etwa die Philippinen eine Vielzahl von Angestellten haben, die für zehn Dollar pro Stunde bestimmte Meinungen im Social Web forcieren. Die Türkei soll etwa 6.000 Menschen angestellt haben, um Opponenten in sozialen Netzwerken entgegenzuwirken.

„Die Lösung gegen Manipulation und Desinformationen liegt nicht darin, Websites zu zensieren, sondern darin, Bürger auszubilden, wie man gefälschte Nachrichten und Kommentare erkennt. Demokratien sollten sicherstellen, dass die Quellen politischer Werbung im Internet genauso transparent sind wie auch offline“, so Kelly. Freedom House zeigt sich zudem besorgt darüber, dass VPNs immer häufiger eingeschränkt zur Verfügung stehen. Mit VPNs können User beispielsweise lokale Zensur umgehen.

Quelle: Pressetext

-Mimikama unterstützen-

Weil du diesen Bericht zu Ende gelesen hast…

Kannst du uns bitte einen kleinen Gefallen tun? Mehr Menschen denn je lesen die Artikel von mimikama.at, aber die Werbeerträge sinken rapide. Anders als andere Organisationen haben wir keine “Pay-Wall” eingerichtet, denn wir möchten unsere Inhalte für alle Interessierten so offen wie möglich halten. Der unabhängige Enthüllungsjournalismus von mimikama.at bedeutet jedoch harte Arbeit, er kostet eine Menge Zeit und auch Geld. Aber wir tun es, weil es wichtig und richtig ist, in Zeiten wie diesen Internetnutzer mit transparenten Informationen zu versorgen. Wir hoffen, dass du es schätzt, dass es keine Bezahlschranke gibt: Unserer Auffassung nach ist es demokratischer für Medien, für alle zugänglich zu sein und nicht nur für ein paar wenige, die sich dieses "Gut" leisten können. Durch deine Unterstützung bekommen auch jene einen Zugang zu diesen Informationen, die es sich sonst nicht leisten könnten. Wenn jeder, der unsere Rechercheberichte liest und mag, dabei hilft, diese zu finanzieren, wird es mimikama.at auch weiterhin geben.

Folgende Unterstützungsmöglichkeiten bieten wir an: via PayPal, via Patreon, via Steady