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Verwunderung und Aufregung im Internet. Angeblich soll “CNN” in London eine muslimische Friedensdemo arrangiert haben!

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Direkt  hinter einer Polizeiabsperrung, dirigieren Kollegen von CNN und ein Fotoreporter sieben muslimische Frauen mit Kindern sowie vier Männern in die beste Kameraposition. Offenbar soll, aufgrund des Terrorangriffes bei der London Bridge, alles perfekt in Szene gesetzt werden. Im Internet sorgt diese “gestellte Friedensdemo” für heftige Reaktionen aus allen Ecken.

 

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Screenshot: YouTube

Faktencheck!

Bei der Reporterin handelt es sich um Becky Anderson. Becky Anderson, die für CNN schon in Abu Dhabi arbeitete und immer als Reporterin eingesetzt wird, wenn es um solcherlei Themen geht.

Wie werden eigentlich News produziert?

Es ist absolut nicht ungewöhnlich, dass die Reporter und die Produzenten Protestierende oder auch ganz normale Fußgänger hinter sich drapieren, wenn sie über bestimmte Themen berichten. Der Seite „Mediaite“ wurde auf Anfrage mitgeteilt, dass jene Protestierenden sich bereits in der Nähe des Drehortes befanden, die Polizei erlaubte jenen Personen dann, durch die Absperrung zu gehen und sich hinter der Kamera zu positionieren.

CNN selbst äußert sich folgendermaßen:

„Diese Story ist Nonsens. Die Gruppe von Demonstranten an der Polizeiabsperrung bekam die Erlaubnis der Polizisten, ihre Schilder hinter Becky Anderson in die Kamera zu zeigen.“

Alles in allem ist es keine produzierte „Fake-News“, da in der Nähe des Drehortes wirklich eine Demonstration stattfand und dies durch diesen Dreh bildlicher dargestellt wurde. Durchaus verständlich, denn ein komplettes Drehteam lässt sich nur schlecht inmitten einer Demonstration stellen, ohne dass es evtl. Probleme mit Leuten gibt, die evtl. nicht gefilmt werden wollen. Von eventuellen gewaltsamen Übergriffen auf das Drehteam mal ganz zu schweigen, nicht jeder mag die Medien!

Rob Broomby, Producer des ARD-Studios London, traf die Gruppe von muslimischen Demonstranten vor Ort und twitterte folgendes Foto.

„Die Gruppe war fast den ganzen Tag vor Ort – mehrere Stunden lang.“ Mit ihren Plakaten sowie Blumen in der Hand hätten die Frauen und Männer gewartet und mit anwesenden Journalisten gesprochen. Schließlich seien sie von Sicherheitskräften durch die Angrenzung /Absperrung durchgelassen worden, um Blumen an einer eingerichteten Gedenkstelle zu können. Zeitgleich dazu ist auch CNN live gegangen und Becky Anderson habe auf das reagiert, was sich hinter ihr abspielte, so Broomby. „Das war meinem Gefühl zufolge ein normales journalistisches Vorgehen.“

Quelle

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